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SEER-Wert wirklich erreichen – welche Fehler kosten am meisten Effizienz?

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Markus_1989
Beiträge: 16
Themenstarter
(@markus_1989)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#68]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit der Installation meiner Split-Klimaanlage ziemlich intensiv damit, wie ich den SEER-Wert, der auf dem Datenblatt steht, im Alltag auch tatsächlich annähernd erreiche. Bisher dachte ich, dass ich mit dem richtigen Betriebsmodus und vernünftigen Solltemperaturen schon ganz gut dastehe – aber meine Stromrechnung sagt mir, dass da noch Luft nach oben ist.

Mich interessiert vor allem: Welche typischen Fehler oder Fehleinstellungen sorgen dafür, dass der SEER in der Praxis deutlich schlechter ausfällt als angegeben? Ich meine nicht nur den Klassiker mit dem Schnellkühlmodus, das ist mir klar. Eher so Sachen wie: Macht es einen spürbaren Unterschied, ob man die Anlage tagsüber laufen lässt während ich auf der Arbeit bin, oder besser kurz vor Feierabend hochfährt? Oder ob man den Ventilator auf Auto lässt vs. manuell einstellt?

Auch interessant für mich: Gibt es Fehlermeldungen oder Betriebszustände, die auf einen ineffizienten Betrieb hinweisen, ohne dass die Anlage komplett ausfällt? Manche Geräte zeigen ja irgendwelche Codes an, die man erstmal nicht einordnen kann.

Ich will das nicht übertreiben mit dem Optimieren, aber bei Vollzeitjob und den aktuellen Strompreisen macht jedes Zehntel kWh was aus. Über konkrete Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Markus


2 Antworten
Markus-Breitner72
Beiträge: 35
(@markus-breitner72)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Gute Frage, das ist tatsächlich ein Thema das viele unterschätzen. Der SEER-Wert wird unter Normbedingungen gemessen, die im echten Betrieb selten so vorkommen – allein schon weil Außentemperatur und Wärmedämmung deines Raums stark abweichen können.

Zwei Punkte die bei mir in der Praxis wirklich was ausgemacht haben:

Erstens: Der Auto-Modus beim Lüfter ist fast immer effizienter als manuelle Stufen. Der Inverter-Kompressor und der Ventilator spielen zusammen, und wenn du den Lüfter manuell hochstellst obwohl der Kompressor gerade moduliert, arbeitest du gegen die Regellogik.

Zweitens: Anlage tagsüber auf erhöhtem Sollwert laufen lassen (z.B. 27-28°C) ist meist effizienter als sie ganz abschalten und abends neu starten. Das Wiederankühlen eines aufgeheizten Raums kostet deutlich mehr als das Halten einer leicht erhöhten Temperatur – gerade im Juli bei diesen Außentemperaturen.

Zu den Fehlermeldungen: Es gibt tatsächlich Statuscodes die keinen Fehler signalisieren, sondern Betriebsinfo – zum Beispiel Abtauzyklen oder Hochdruckbegrenzung bei Hitze. Hatte dazu auch schon mal was im Kondensatwannen-Thread geschrieben, wo sowas indirekt eine Rolle spielte. Schau in dein Handbuch welche Codes nur informativ sind – die meisten Leute ignorieren die komplett.


Antwort
FrankBerger
Beiträge: 28
(@frankberger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptisch ob man den SEER im Alltag wirklich groß optimieren kann – das ist letztlich ein Laberwert unter Idealbedingungen. Was aber wirklich hilft: Außengerät im Schatten und gute Luftzirkulation drum herum. Hab das bei mir gemerkt, seitdem das Gerät nicht mehr in der Nachmittagssonne steht läuft der Kompressor merklich ruhiger.


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