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Split-Klimaanlage selbst montieren – Rohre verlegen und Kältemittel richtig anschließen?

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Markus-Breit24
Beiträge: 32
Themenstarter
(@markus-breit24)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#69]

Hallo zusammen,

ich steige nach fast zehn Jahren Pause wieder ins Thema Klimaanlagen ein und habe mir eine Split-Anlage gekauft. Damals hatte ich noch eine einfachere Anlage, aber jetzt möchte ich das Ganze selbst machen – und zwar fachgerecht, nicht irgendwie hingefrickelt.

Die Montage der Halterungen und die Elektrik traue ich mir eigentlich zu. Was mir aber wirklich Kopfschmerzen bereitet ist die Rohrleitungsverlegung und der Kältemittelanschluss. Konkret:

Wie geht ihr bei der Verlegung der Kupferrohre vor, besonders wenn man durch eine Außenwand muss? Welche Wanddurchmesser braucht man realistisch, und wie verhindert ihr, dass da nachher Zugluft oder Feuchtigkeit reinkommt?

Beim Kältemittel verstehe ich noch nicht ganz, ob man bei vorgeladenen Systemen wirklich ohne Vakuumpumpe auskommt oder ob das nur Marketing ist. Und falls man evakuieren muss – reicht eine günstige Vakuumpumpe aus dem Baumarkt oder ist das Murks?

Dazu noch die Frage nach dem Bördeln: Ich habe gelesen, dass schlechte Bördelverbindungen der häufigste Grund für Kältemittelverlust sind. Wie merkt man als Laie, dass die Verbindung wirklich dicht ist?

Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar, besonders von Leuten die sowas schon selbst gemacht haben. Es ist Juli, es ist heiß, und ich möchte das möglichst bald in Betrieb nehmen 😅

Danke schonmal!
Markus


6 Antworten
Markus B.
Beiträge: 18
(@kuehlprofi_73)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich hab das bei meinen beiden Installationen ähnlich gemacht wie KlausReinhardt52 schreibt – Drucktest nach dem Evakuieren ist wirklich das A und O, da gibt es keine Abkürzung.

Zum Wanddurchbruch: Ich nehme meistens 65–70mm, damit die Rohre inkl. Dämmung und das Kondensatschlauch ordentlich durchpassen ohne zu quetschen. Abdichten dann mit PU-Schaum und außen nochmal mit UV-beständigem Silikon. Wichtig: der Durchbruch sollte leicht nach außen geneigt sein, damit kein Wasser reinläuft.

Beim Bördeln – da hast du recht, das ist tatsächlich die Schwachstelle bei Selbstmontagen. Eine ordentliche Bördelzange (nicht das billigste Teil) und saubere Schnittfläche am Rohr sind das Wichtigste. Ich habe mir das erstmal an Restrohr geübt bevor ich ans echte Zeug gegangen bin. Man sieht einer guten Bördelung an, dass der Konus gleichmäßig und ohne Risse ist – das kommt mit ein bisschen Übung.

Ob das alles für dich Sinn macht selber zu machen, hängt halt auch davon ab wie lang die Rohrstrecke ist und ob du die Werkzeuge irgendwo ausleihen kannst. Split-Klima mit Inverter: Effizienz durch Smart-Home-Anbindung wirklich messbar steigern? – da hab ich auch ein bisschen über meine Setups geschrieben, falls dich der Rest interessiert.


Antwort
KlausReinhardt52
Beiträge: 33
(@klausreinhardt52)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Zur Dichtigkeit der Bördelverbindungen kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Verlasse dich nicht auf Sichtkontrolle allein. Ich habe mir ein einfaches Lecksuchspray angewöhnt, aber ehrlich gesagt ist das auch nicht hundertprozentig. Inzwischen messe ich lieber den Druck nach dem Evakuieren und schaue ob er stabil bleibt – das ist die einzige Methode die mich wirklich überzeugt.

Zur Vakuumpumpe: Ich war anfangs auch skeptisch gegenüber Billigteilen, habe dann aber festgestellt, dass selbst günstigere Pumpen funktionieren können, wenn man genug Zeit lässt. Entscheidend ist das erreichbare Endvakuum und wie lange man hält. Das Manometer, das oft dabei ist, ist allerdings meist unbrauchbar – da lieber separat investieren.

Was ich noch sagen will zum Thema Vorladung: Manche Hersteller liefern tatsächlich ausreichend Kältemittel für Standardleitungslängen vor. Aber das gilt nur wenn die Leitung wirklich innerhalb der angegebenen Länge bleibt. Schau in die Montageanleitung, die gibt da oft konkrete Grenzwerte an.

Mein genereller Rat: Nimm dir für das Evakuieren mehr Zeit als du denkst. Mindestens 30 Minuten Pumplaufzeit, dann 15 Minuten beobachten. Wenn der Druck hält, ist das ein gutes Zeichen.


Antwort
Markus-Breitner92
Beiträge: 36
(@markus-breitner92)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bin selbst gerade in ähnlicher Situation wie du, Markus – also frisch wieder eingestiegen nach langer Pause. Ich hab die F-Gase-Thematik mittlerweile auch verstanden und plane das ähnlich wie Markus_K_1988: das meiste selbst, aber den Kältemittelteil von jemandem mit Sachkundenachweis machen lassen.

Was mich bei deiner Frage noch interessieren würde: Welche Anlage hast du konkret gekauft? Weil manche Hersteller liefern tatsächlich praxistaugliche Montageanleitung mit konkreten Angaben zur Vorladung, andere sind da total schwammig. Das beeinflusst ja auch wie viel du wirklich selbst stemmen kannst.


Antwort
MarcusHeld
Beiträge: 8
(@marcusheld)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich sehe das etwas kritischer als die Vorredner – nicht wegen der handwerklichen Seite, sondern wegen des rechtlichen Rahmens. Das Befüllen oder Öffnen von Kältemittelkreisläufen ist in Deutschland seit der F-Gase-Verordnung zertifikatspflichtig. Wenn du ein vorgeladenes System verwendest und nur die Absperrventile öffnest ohne den Kreislauf zu öffnen, bist du in einer Grauzone – aber sobald du evakuierst und selbst Kältemittel nachfüllst oder kontrollierst, brauchst du eigentlich den Sachkundenachweis.

Ich will das nicht als Spielverderber sagen, aber gerade weil ich selbst mehrere Systeme in Betrieb genommen habe weiß ich, dass das ein Punkt ist den viele in DIY-Diskussionen unter den Tisch kehren. Bei einem Schaden oder im Garantiefall kann das unangenehm werden.

Technisch zur eigentlichen Frage: Die Vorladung bei den meisten Consumer-Splits reicht für 3–5m Leitung. Steht immer im Datenblatt. Darüber hinaus wird's kompliziert.

Das Thema Teillastbetrieb und COP interessiert mich bei deiner Anlage dann auch – hab da selbst einige Hersteller verglichen, falls du irgendwann in die Effizienz-Thematik einsteigen willst.


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