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MQTT-Anbindung unter 1000 Euro – welche Hersteller ohne Cloud-Zwang?

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Markus_K_1978
Beiträge: 39
Themenstarter
(@markus_k_1978)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#212]

Hallo zusammen,

ich plane gerade mein Sommerprojekt für dieses Jahr: endlich eine vernünftige Klimatisierung ins Smarthome integrieren. Ich betreibe seit ein paar Jahren einen eigenen Home Assistant-Server und nutze MQTT für fast alles – Heizungssteuerung, Rolläden, Beleuchtung. Das läuft alles lokal, kein Cloud-Kram.

Jetzt möchte ich eine Split-Klimaanlage dazuhaben, idealerweise für unser Schlafzimmer (~18 qm) und evtl. ein zweites Gerät fürs Arbeitszimmer. Budget pro Gerät: maximal 800-900 Euro inkl. Inneneinheit, also Gesamtrahmen knapp unter 2000 Euro.

Mein Problem: Die meisten Geräte in der Preisklasse werben zwar mit 'WLAN-Steuerung' und 'App-kompatibel', aber wenn man genauer hinschaut, geht da alles über irgendwelche Herstellerserver in China und wenn die den Service einstellen, hat man den Salat.

Ich hab jetzt viel über Tuya-basierte Geräte gelesen und dass manche per 'Tuya Local' oder direkt mit ESPHome zu flashen sind – aber welche Geräte funktionieren da wirklich zuverlässig? Und gibt es evtl. Alternativen die von Haus aus MQTT lokal sprechen?

Welche konkreten Modelle habt ihr selbst am Laufen, die sich ohne Cloud-Zwang in Home Assistant via MQTT einbinden lassen? Erfahrungsberichte sehr willkommen, gerne auch mit Fallstricken.


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5 Antworten
H.Bergmann
Beiträge: 25
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich sehe das ein bisschen skeptischer als die Vorredner. Diese ganzen Community-Integrationen sind technisch interessant, aber man muss ehrlich sein: Das ist alles nicht offiziell supportet. Wer keine Zeit hat sich bei jedem Update hinzusetzen und ggf. nachzujustieren, sollte das im Hinterkopf behalten.

Ich habe bei der Planung meiner Split-Anlage damals viel Zeit in die technische Seite gesteckt – Leitungsführung, Leistungsberechnung – und am Ende war mir Zuverlässigkeit wichtiger als vollständige Smarthome-Integration. Eine einfache Zeitschaltuhr per Smart Plug und ein günstiges Zigbee-Thermometer für die Raumtemperatur tun es für den Anfang auch.

Falls du dir unsicher bist bei der Rohrleitungsplanung übrigens: Split-Klimaanlage selbst planen – Rohrleitungslänge falsch geschätzt, was dann? – da haben wir einiges zu möglichen Problemen gesammelt, das hilft vielleicht auch bei deiner Planung.


Antwort
KlausReinhardt52
Beiträge: 33
(@klausreinhardt52)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich kenne mich mit diesem MQTT-Kram ehrlich gesagt nicht so gut aus, aber ich wollte kurz anmerken: Schaut euch auch mal an ob das jeweilige Gerät überhaupt eine vernünftige Kühlleistung für den Raum hat bevor man sich in die Technik verbeißt. Ich hab bei mir im Altbau unterschätzt wie viel Leistung man wirklich braucht – das Thema hatte ich hier schon mal angesprochen. Ein schlau integriertes Gerät das den Raum nicht kühl kriegt hilft wenig.


Antwort
KuehlProfi_Marc
Beiträge: 41
(@kuehlprofi_marc)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz als fachlicher Hinweis dazwischen: 'MQTT lokal out of the box' gibt es in dieser Preisklasse schlicht nicht. Das ist bei Geräten unter 1000 Euro nicht vorgesehen, die Hersteller setzen alle auf proprietäre Cloud-Protokolle. Was du suchst, ist immer ein Workaround – ob Tuya Local, midea-ac-lan, oder irgendein anderer Reverse-Engineering-Ansatz.

Das funktioniert oft gut, aber du solltest wissen worauf du dich einlässt: Bei jedem Firmware-Update des Geräts kann die Integration brechen. Manche Hersteller pushen Updates automatisch über WLAN, das ist dann gelegentlich mühsam.

Wenn du wirklich lokalbasiertes MQTT haben willst ohne Kompromisse, gibt es IR-Blaster-Lösungen (z.B. Broadlink RM4 Pro) die einfach den IR-Befehl simulieren – verlierst aber Statusinformationen wie aktuelle Raumtemperatur des Geräts.

Für alle anderen bleibt: Midea-Protokoll ist derzeit am stabilsten dokumentiert, da stimme ich Markus-Breitner oben zu. Daikin hat ein lokales API bei manchen Geräten, aber die liegen preislich oft drüber. Und Mitsubishi Electric vergiss in dem Budget gleich.


Antwort
Markus-Breitner
Beiträge: 55
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das Thema kenne ich gut – bin selbst den gleichen Weg gegangen. Ich hab letztes Jahr eine Klimaanlage von Midea verbaut, und die lässt sich über die inoffizielle 'midea-ac-lan' Integration in Home Assistant direkt lokal einbinden, also ohne Cloudumweg. Kein MQTT im eigentlichen Sinne, aber der HA-interne Eventbus funktioniert genauso und du kannst alles per MQTT-Bridge weiterverbauen wenn du willst.

Midea ist interessant weil viele andere Marken (Comfee, Toshiba in bestimmten Serien, sogar manche Electra-Modelle) eigentlich dieselbe Midea-Plattform drunter haben. Das Protokoll ist dokumentiert, die Community ist groß.

Tuya-basierte Geräte funktionieren mit 'Tuya Local' auch oft gut, aber es ist mehr Gefrickel und nach Firmware-Updates kann's manchmal wieder klemmen. Ich hab deswegen bewusst auf Midea gesetzt.

Was die Preisklasse angeht: Midea Xtreme Save oder ähnliche Serien kriegst du für ein 18-qm-Zimmer gut unter 700 Euro inkl. Inneneinheit, wenn du einen Fachhändler findest. Installation dann separat natürlich. Ich hab das bei mir damals selbst dokumentiert, auch wenn's da eher um die Rohrleitungsfrage ging: Monoblock selbst eingebaut – welche Probleme hattet ihr dabei? – anderes Gerät, aber die Grundproblematik ähnlich.


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