Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste Split-Klimaanlage für meine 65-qm-Wohnung und beschäftige mich intensiv mit den Kosten. Klar, die Anschaffung ist nicht günstig, aber ich möchte wissen, was mich der Betrieb wirklich kostet – besonders im August, wenn die Klimaanlage ja am meisten läuft.
Ich habe ein paar Geräte mit unterschiedlichen Leistungsangaben gefunden. Da ich nicht so viel Plan von kW und kWh habe, wollte ich mal fragen: Wie rechne ich das konkret aus? Ein Gerät hat 3,5 kW Kühlleistung und einen SEER-Wert von 4,8. Was bedeutet das für meine monatliche Stromrechnung?
Bisher laufe ich mit dem Ventilator, aber das reicht im Hochsommer einfach nicht. Ich wohne in einer südausgerichteten Altbauwohnung mit älteren Fenstern – also nicht optimal isoliert. Bei 26 Grad Außentemperatur möchte ich gerne auf 21 Grad runterkühlen können.
Kann mir jemand die konkrete Berechnung erklären? Wie viel kostet mich das pro Monat bei normalen Strompreisen? Und spielt der COP oder der SEER-Wert dabei die größere Rolle?
Danke schonmal!
Okay, die Berechnung ist eigentlich simpel, wenn man die Formel kennt. SEER sagt dir, wie effizient das Gerät über eine Heizperiode arbeitet – für reine Kühlkosten im August brauchst du eher den EER-Wert, falls vorhanden.
Grobe Rechnung: Bei 3,5 kW Kühlleistung und SEER 4,8 rechnest du mit etwa 0,73 kW Stromaufnahme unter Nennlast. Wenn du im August täglich 6 Stunden laufen lässt (was realistisch ist), sind das 6 h × 0,73 kW = 4,38 kWh pro Tag. Bei 30 Tagen sind das 131 kWh im Monat. Bei 35 Cent pro kWh landest du bei knapp 46 Euro.
Aber Achtung: Das ist Volllast. Mit Inverter-Technologie läuft dein Gerät die meiste Zeit im Teillastbetrieb, dann brauchst du weniger. Außerdem: Je besser die Wohnung isoliert ist, desto weniger muss das Gerät arbeiten. Bei dir mit Altbau und schlechter Isolierung wird's wahrscheinlich höher.
Hast du schon konkrete Geräte im Auge?
Hm, bei der Gelegenheit – hast du auch überlegt, ob du nicht gleich ein Gerät mit R32 nimmst statt R410A? Da sparst du nicht nur Betriebskosten, sondern machst auch beim GWP einen besseren Point. Und langfristig ist das sowieso der Weg, wenn ich mir die F-Gase-Verordnung anschaue. Kostet vielleicht minimal mehr in der Anschaffung, zahlt sich aber aus.
Interessante Frage! Ich würde dir empfehlen, ein Gerät mit smarter Anbindung zu wählen – dann kannst du über die App oder über ein Energy-Monitoring-System wie Multisplit-System über eine App zentral überwachen und regeln die echten kWh tracken. So siehst du im August nicht nur die Prognose, sondern hast auch Echtdaten.
Meine Split z.B. sendet mir die Stundenwerte direkt – dann kann ich auch sehen, wann es am teuersten wird und wann ich die Temperatur ein Grad höher drehen sollte, ohne es zu merken. Bei mir hat sich das über die Sommermonate bemerkbar gemacht.