Hallo zusammen,
ich habe ein Problem, das mich seit zwei Wochen nervt und ich vermute mittlerweile, dass meine MQTT-basierte Automatisierung in Home Assistant der Schuldige ist.
Meine Split-Anlage (LG-Modell, nicht die neueste) kühlt normalerweise problemlos, aber seit ich die Temperaturregelung über MQTT-Sensoren automatisiere, friert der Verdampfer regelmäßig zu. Das passiert besonders nachts, wenn die Automation die Temperatur auf unter 20°C fahren will – obwohl draußen noch 25°C sind.
Ich habe gelesen, dass Verdampfervereisungen meist Probleme mit dem Kältemittelfluss oder der Druckregelung sind. Aber meine Frage ist: Kann eine fehlerhafte oder zu aggressiv eingestellte automatisierte Teillastmodulation das wirklich verursachen? Ich verstehe den Unterschied zwischen echter Hardware-Fehlererkennung und meinen eigenen Regelungsversuchen nicht richtig.
Filter ist sauber, Schläuche frei. Aber die App-Steuerung reagiert manchmal verzögert und ich bin mir nicht sicher, ob die Anlage dann unkontrolliert herunterfährt.
Wer hat ähnliche Erfahrungen mit Smart-Integration gemacht?
Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Das Problem ist weniger die MQTT-Integration selbst, sondern wie deine Automatisierung die Solltemperatur ändert. Wenn Home Assistant die Anlage zu aggressiv runterregelt und gleichzeitig die Drosselventilanpassung (via Inverter) nicht mitkommt, entsteht Unterdruck im Verdampfer – der Effekt ist Vereisung.
Das echte Problem: Du modulierst auf Applikationsebene, ohne dass die Anlage ihre eigenen Schutzlogiken einhält. Die meisten Split-Geräte haben interne Druckschalter und Frostschutzautomatiken – aber die können nur wirken, wenn sie auch tatsächlich angesteuert werden.
Meine Empfehlung: Nicht die Solltemperatur per MQTT verstellen, sondern nur die Betriebsart (Kühl/Heiz/Auto). Die Temperaturregelung sollte die Anlage intern machen. Wenn dein Modell keine lokale API für granulare Steuerung bietet, bist du mit zu viel Automation unterwegs.