Hallo zusammen,
ichbin gerade dabei, meine neue Split-Klimaanlage fürs Arbeitszimmer zu installieren – nach wochenlanger Recherche habe ich mich für ein Inverter-Gerät entschieden, damit die Stromkosten im Rahmen bleiben. Das Außengerät soll auf eine vorhandene Betonplatte direkt neben der Hauswand, Erdgeschoss. Jetzt frage ich mich, was ich punkto Vibrationsdämmung wirklich brauche.
Ich habe gesehen, dass manche einfach die vier mitgelieferten Gummifüße drunter legen und gut ist. Andere wiederum reden von speziellen Anti-Vibrations-Matten, Schwingungsdämpfern oder sogar komplett entkoppelten Stahlkonsolen. Mir geht es vor allem darum, dass ich nachts keinen Brummton durch die Wand höre – das Arbeitszimmer liegt direkt dahinter und ich brauche da abends manchmal noch Ruhe zum Arbeiten.
Zusätzlich bin ich unsicher wegen der Abstände: Wieviel Platz muss ich zur Hauswand lassen, damit das Gerät ordentlich Luft ansaugen und auf der anderen Seite wieder ausblasen kann? Der Hersteller schreibt was von Mindestabständen im Manual, aber die Angaben wirken sehr allgemein gehalten. Macht es einen spürbaren Unterschied ob ich 20 oder 40 cm Abstand zur Wand einhalte, solange das Gerät technisch funktioniert?
Wäre super wenn jemand mit praktischer Erfahrung berichten kann, was wirklich hilft und was übertriebener Aufwand ist. Danke!
Bei meiner Installation hab ich da auch etwas experimentiert. Ich hatte einen ähnlichen Gedanken wie du – Betonplatte, Wand dahinter, Schlafbereich in der Nähe.
Zu den Abständen: Die Herstellerangaben sind tatsächlich Mindestwerte und gelten für den Betrieb, nicht für die Effizienz. Praktisch heißt das: mehr Abstand zur Wand auf der Ansaugseite ist immer besser, weil der Luftstrom weniger gestaut wird. Bei mir sind es ca. 35 cm zur seitlichen Wand und die Anlage läuft merklich ruhiger als beim ersten Test mit ca. 15 cm – vermutlich weil der Ventilator weniger gegen den Widerstand anarbeiten muss. Ich hab das sogar im Energiemonitoring gesehen, minimal aber messbar.
Zur Dämmung: Ich hab Schwingungsdämpfer mit M8-Gewinde verwendet, die Füße des Geräts direkt ersetzt. Zusammen mit einer 4cm Gummimatte drunter ist von Körperschall keine Rede mehr. Das war bei mir wichtig, weil ich Sensoren direkt an der Wand kleben hatte für mein Wanddurchführungs-Setup – Vibrationen haben da anfangs die Messwerte verfälscht.
Die mitgelieferten Gummifüße sind ehrlich gesagt oft das Mindeste und reichen nicht immer. Ich hab bei meinem Monoblock damals nur die Standardfüße drunter gehabt und nach ein paar Wochen hat sich ein leises Brummen durchs Mauerwerk gezogen – besonders nachts bei niedriger Lüfterdrehzahl merkwürdigerweise lauter als tagsüber.
Ich hab dann zusätzlich eine einfache Anti-Vibrations-Matte aus dem Baumarkt (so 2-3 cm Gummi-Noppen) unter die Füße gelegt, und das hat deutlich geholfen. Kostet fast nix und der Unterschied ist spürbar. Ob du wirklich teure Schwingungsdämpfer mit Metalltellern brauchst, hängt meiner Meinung nach davon ab wie massiv deine Betonplatte mit dem Gebäude verbunden ist – wenn die Platte direkt ans Fundament gegossen ist, leitet sie Schwingungen viel besser weiter als eine freistehende. Schau dir das mal genauer an bevor du viel Geld ausgibst.
Zu den Abständen kann ich wenig sagen, das ist bei Splitgeräten anders als bei meinem Monoblock.
Gummimatte reicht in den meisten Fällen völlig aus, da wird oft zu viel draus gemacht. Was wirklich den Unterschied macht: Schau dass keine Kältemittelleitungen oder der Kondensatschlauch direkt die Wand berühren – die übertragen Körperschall genauso zuverlässig wie der Gerätefuß selbst. Die Leitungen mit etwas Abstand oder weichen Befestigungsclips fixieren, das vergessen die meisten.