Moin zusammen,
ich habe vor zwei Wochen meine Split-Anlage installiert und die ersten Tage laufen sehr stabil. Jetzt stellt sich mir aber eine Frage, die ich in den Herstellerunterlagen nicht wirklich klar beantwortet finde: Ist eine formale Dichtheitsprüfung (Helium-Test oder Druckprobe) wirklich notwendig, oder reicht es, wenn das System nach der Vakuumierung und dem Befüllen einfach läuft?
Ich plane ja, die Anlage später über MQTT und Home Assistant zu automatisieren und möchte vorher sichergehen, dass alles wirklich dicht ist – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch, weil ich später auf Basis der Energiedaten (SEER, Lastprofil) optimieren will. Wenn das System von Anfang an Kältemittel verliert, verfälschen sich meine ganzen Messungen ja.
Hat hier jemand Erfahrung mit DIY-Installation und Dichtheitsprüfung? Ist das wirklich eine Sache für den Fachbetrieb, oder kann man das als Privatperson auch vernünftig hinbekommen? Gibt es da behördliche Vorgaben (F-Gase-Verordnung?) die ich beachten muss?
Danke schonmal!
Pflicht, ohne wenn und aber. Punkt.
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Hallo Markus,
die Dichtheitsprüfung ist nicht einfach optional – sie ist sowohl technisch als auch rechtlich Pflicht. Nach der F-Gase-Verordnung (und auch BImSchV) darfst du Kältemittel nur durch ein zertifiziertes Personal in die Anlage einbringen lassen. Das bedeutet konkret: Die Dichtheitsprüfung ist Teil der behördlichen Dokumentationspflicht und muss protokolliert werden.
Technisch gesehen: Wenn du später auf Basis von Messdaten (SEER, COP, Lastprofil) optimieren willst, ist eine ordnungsgemäße Dichtheit essentiell. Ein Leck, selbst ein mikroskopisch kleines, führt zu linearem Kältemittelausfall und verfälscht deine ganzen Energieauswertungen. Nach 2–3 Saisonen merkst du dann plötzlich, dass die Leistung sinkt – und du kannst nicht unterscheiden, ob das am Verschleiß oder am Leck liegt.
Mein Tipp: Gib die Inbetriebnahme und die Dichtheitsprüfung in die Hände eines zertifizierten Betriebs. Das kostet ca. 150–250 Euro extra, spart dir aber massive Probleme später.