Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Altbauwohnung in den Griff zu bekommen. 60 Quadratmeter, große Fenster nach Südwesten, alte einfache Verglasung, Decken ca. 3m hoch. Im August ist es praktisch unbewohnbar geworden – letzte Woche hatten wir 28°C in der Wohnung bei 32°C draußen.
Ich habe verschiedene Online-Rechner ausprobiert und bekomme alles zwischen 3,5 und 7 kW raus. Das ist ja ne riesige Spanne! Der eine sagt mir, für 60qm reichen 2 bis 3 kW, der andere meint, mit schlechter Dämmung und viel Sonne brauch ich mindestens 5 kW.
Wie berechnet ihr das praktisch? Spielt die Fensterfläche wirklich so eine große Rolle? Und wie viel ist dann overkill – nur weil ein 5-kW-Gerät leiser läuft im Teillastbetrieb?
Freue mich auf ehrliche Erfahrungen, nicht nur Faustregeln.
Burkhard hier – kurze pragmatische Antwort: Vergiss die Faustregeln, miss selbst. Thermometer rein, drei Tage lang Außen- und Innentemperatur + Luftfeuchte loggen, dann weißt du, wie schnell es aufheizt. Mit den Werten kannst du echte Werte kriegen – viel besser als Online-Rechner.
Für dein Setup: 60qm Altbau mit Südwestlage und alten Fenster? 4-5 kW mindestens. Aber: Ganz ehrlich, wenn du nicht gerade täglich über 30°C draußen hast, oft reichen auch kleinere Anlagen, wenn man tagsüber die Jalousien runtermacht und nachts stoßlüftet. Bin großer Fan von Low-Tech-Vorbeugung bevor man zu groß dimensioniert. Das Gerät läuft dann weniger und hält länger.