Hallo zusammen,
ich plane gerade meine erste Klimaanlage für meine 65-qm-Wohnung und komme mit dem ganzen Thema Vorbereitung und Voraussetzungen noch nicht so ganz klar. Ich tendiere zur Split-Anlage, weil ich gelesen habe dass die effizienter ist als ein Monoblock mit Abluftschlauch – aber dann kommen sofort alle möglichen Fragen auf.
Erster Punkt: Wanddurchbruch. Ich wohne zur Miete im 3. OG, Altbau. Brauche ich dafür zwingend eine schriftliche Genehmigung vom Vermieter? Ich hab im Netz widersprüchliche Sachen gelesen – manche sagen es reicht mündlich, andere sagen ohne schriftliche Zustimmung macht das kein Installateur. Wer hat da konkrete Erfahrungen?
Zweiter Punkt: Stromanschluss. Ich habe in der Wohnung ganz normale Schuko-Steckdosen, keine Drehstromleitung oder sowas. Reicht das für ein normales 2,5-kW-Splitgerät oder brauche ich eine eigene Leitung mit eigener Absicherung? Ich will auf keinen Fall irgendwas unsicher machen.
Und dritter Punkt, der mich ehrlich gesagt am meisten beschäftigt: Lohnt sich die Split-Anlage in einer Mietwohnung überhaupt, wenn ich vielleicht in 2-3 Jahren umziehe? Oder wäre ein guter Monoblock in meiner Situation gar nicht so verkehrt, auch wenn die Effizienz schlechter ist?
Freue mich über alle Erfahrungen und Meinungen, auch wenn sie ernüchternd sind!
Kurze Anmerkung zur Technik: Für ein 2,5-kW-Gerät reicht eine normale 16A-Schuko-Leitung. Kritischer ist eigentlich die Leitungslänge zwischen Innen- und Außengerät – je länger, desto mehr Effizienzverlust, und irgendwann steigen auch die Installationskosten deutlich. Falls du das Außengerät nicht direkt neben der Wand unterbringen kannst, lohnt es sich das vorher konkret zu messen.
Zur Vermieter-Thematik: Ich würd zusätzlich zur E-Mail auch den Mietvertrag nochmal genau lesen, ob da was zu baulichen Veränderungen steht. Manche Vermieter haben da Klauseln drin die den Spielraum einschränken oder sogar eine Rückbaupflicht festlegen – das ist besonders relevant wenn du eh planst in ein paar Jahren weiterzuziehen.
Monoblock wäre in deiner Situation wirklich nicht das Schlechteste. Die Effizienz ist zwar schlechter, aber du hast null bürokratischen Aufwand, null Wanddurchbruch, und beim Umzug nimmst du das Gerät einfach mit.
Zur Vermieterfrage kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Auf jeden Fall schriftlich einholen, egal was irgendwer erzählt. Mündlich ist vor Gericht so gut wie nichts wert, und kein seriöser Installateur fängt ohne schriftliche Zustimmung an, einen Wanddurchbruch zu machen. Das ist nicht nur für dich wichtig sondern auch für den Betrieb selbst – die haften sonst mit.
Bei meiner Anlage damals hatte ich das Glück dass mein Vermieter recht unkompliziert war, aber ich hab trotzdem alles per E-Mail bestätigen lassen. Schreib einfach eine formlose Anfrage und bitte um Rückantwort per Mail – das geht schnell und du hast schwarz auf weiß was vereinbart wurde.
Zum Stromanschluss: Eine normale Schuko-Steckdose reicht technisch für ein 2,5-kW-Gerät, aber schau unbedingt nach was auf dem Sicherungsautomaten steht und ob die Leitung allein auf dem Stromkreis ist. Wenn da noch Waschmaschine oder Trockner drauf laufen können, würde ich den Elektriker vorher mal schauen lassen. Ist kein großer Aufwand, aber sicherer.
Was beim Wanddurchbruch oft vergessen wird: Die Kernbohrung selbst ist Handwerk, aber der Durchmesser muss stimmen. Typisch sind 65-80mm für die Leitungen, plus Gefälle nach außen für das Kondenswasser – wird das nicht richtig gemacht, läuft das Wasser irgendwann in die falsche Richtung und du hast Feuchtigkeitsprobleme in der Wand. Das klingt banal ist aber ein Klassiker bei schlampig gemachten Installationen.
Außerdem: Den Durchbruch kannst du beim Auszug mit einem Stopfen und etwas Mörtel problemlos wieder schließen, das ist kein großer Aufwand. Wenn du das dem Vermieter schriftlich zusichrst, sind die meisten gar nicht so schwierig. Ich hab das bei meiner Anlage genauso gemacht – sauber dokumentiert, Fotos vor und nach der Installation, und der Vermieter hat keine Einwände gehabt.
Die Schriftlichkeit beim Vermieter ist absolut wichtig, da schließe ich mich WernerKastner an. Ich hab damals bei meiner eigenen Installation viel recherchiert – im Thread zu Förderwegen kam das Thema Genehmigung auch kurz auf. Ohne schriftliche Zustimmung würde ich in einer Mietwohnung gar nicht erst anfangen zu planen.
Zur eigentlichen Frage Split vs. Monoblock: Wenn du wirklich in 2-3 Jahren weiterziehst, überleg gut. Eine Split-Anlage lässt sich theoretisch demontieren, aber das kostet nochmal Geld (Kältemittel absaugen, Transport, Neuinstallation). Wenn du das einkalkulierst, relativiert sich der Effizienzvorsprung gegenüber einem guten Monoblock erheblich. Ich selbst bin sesshafter, deshalb war Split für mich klar – aber bei deiner Situation würde ich zumindest durchrechnen.
Das Lärmproblem beim Außengerät ist übrigens auch nicht zu unterschätzen, gerade im Altbau mit Innenhof – Nachbarn beschweren sich schneller als man denkt.
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