Mich interessiert mal eine ehrliche Rechnung: Ich nutze seit zwei Jahren eine mobile Klimaanlage im Homeoffice und habe bewusst verschiedene Abluftschlauch-Setups getestet – mit Standard-Fensteradapter, mit selbstgebauter Schaumstoff-Abdichtung und auch mit dem angeblich 'luftdichten' Isolier-Kit von einem Hersteller.
Das Ding ist: Der Stromverbrauch unterschied sich in meinen gemessenen Werten um kaum 3-5 %, obwohl die Hersteller behaupten, dass undichte Fensterabdichtungen die Effizienz um 15-20 % senken. Das kann ich so einfach nicht glauben. Entweder ich messe falsch, oder die SEER-Angaben basieren auf unrealistischen Laborbedingungen.
Auf meinem Kill-A-Watt misst mein Gerät im Normalbetrieb konstant 850-950W. Mit 'perfekter' Abdichtung waren es... naja, 820-930W. Das ist im Rahmen der Schwankungen.
Bevor ich noch mehr Zeit in Dichtungs-Experimente investiere: Gibt es jemanden, der das systematisch durchgemessen hat? Oder sind die angepriesenen Abluftschlauch-Optimierungen vor allem Marketing für teurere Zubehörteile?
Für mich war der Knackpunkt: Die ganze Abluftschlauch-Optimiererei bringt nur dann echte Ersparnis, wenn dein Raum vorher MASSIV undicht war. Bei normalen Wohnverhältnissen – wie bei dir – ist es eher der Unterschied zwischen 'läuft sauberer' und 'läuft chaotisch'. Wenn du ein separates Messprogramm auf der Anlage selbst installieren könntest statt nur Kill-A-Watt... aber da sind die meisten mobilen Geräte einfach nicht offen genug. Deine 3-5 % würde ich als realistisch abhaken.
Bei meinen mobilen Systemen hab ich gelernt, dass die größere Energieeinsparung nicht in der Fensterabdichtung liegt, sondern in der Lastmanagement-Strategie. Wenn ich gezielt in den Morgen- und Nachtstunden vorauskühle (besonders werktags bei dynamischen Stromtarifen), spare ich real 25-30 % – das ist messbar. Die Fensterabdichtung hilft der Anlage, stabiler zu arbeiten, aber es ist nicht DER Effizienzhebel. Eher so: Macht den Betrieb sauberer und die Regelung weniger nervös.