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Fenster abdichten, Ventilatoren & Co. – was bringt wirklich was im Alltag?

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Markus_K_1988
Beiträge: 44
Themenstarter
(@markus_k_1988)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#72]

Moin zusammen,

ichmal eine etwas andere Frage, die mich diesen Sommer beschäftigt. Ich hab letztes Jahr ja meine Split-Klimaanlage zusammen mit einem Fachbetrieb installiert und bin grundsätzlich sehr zufrieden damit. Trotzdem merke ich, dass ich die Anlage effizienter nutzen könnte, wenn ich vorher mehr gegen die Wärme in der Wohnung tue – quasi bevor die Klimaanlage überhaupt richtig losrennen muss.

Deshalb frage ich mich: Welche DIY-Maßnahmen habt ihr neben einer Klimaanlage (oder auch ohne) konkret ausprobiert und was hat euch wirklich messbar geholfen? Ich denke an Sachen wie:

- Türen/Fenster mit Dichtbändern besser isolieren
- Deckenventilator kombiniert mit der Splitanlage
- Innenrollläden oder Folie auf Fenstern
- Wärmebrücken an der Gebäudehülle irgendwie selber minimieren

Mich interessiert das vor allem aus Stromverbrauchsperspektive – wenn ich durch simple Maßnahmen die Klimaanlage weniger arbeiten lassen kann, ist das ja doppelt sinnvoll. Der Inverter läuft eh lieber im Teillastbetrieb als ständig auf Volllast.

Gibt's hier Leute, die das mal systematisch verglichen haben, mit und ohne DIY-Ergänzungen? Oder habt ihr Erfahrungen, wo ihr dachtet es bringt viel, und dann war es eigentlich Quatsch? Bin gespannt auf ehrliche Einschätzungen, keine Hochglanz-Antworten nötig.


6 Antworten
Markus_1978
Beiträge: 34
(@markus_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich messe das tatsächlich seit ein paar Monaten mit einem Zwischenzähler und hab mir dazu auch schon im Smart-Home-Thread Gedanken gemacht. Kurze Antwort: Die vorgelagerten DIY-Maßnahmen machen einen deutlichen Unterschied in den Lastprofilen.

Konkret: Wenn ich morgens früh lüfte bis so gegen 7 Uhr und dann konsequent alle Jalousien schließe, startet die Klimaanlage gegen Mittag mit deutlich weniger Last. Der Inverter läuft dann lange auf 30-40% statt auf 80%+ – und genau das ist der effiziente Betriebsbereich.

Deckenventilator hab ich parallel laufen, der braucht 25-30 Watt, verteilt die Kühlung aber so gut, dass ich die Solltemperatur um ein Grad höher setzen kann. Das klingt wenig, macht aber über den Tag gerechnet schon was aus.

Fensterdichtungen würde ich auch empfehlen, aber das ist eher Basishygiene. Der größte Hebel ist wirklich die thermische Masse der Wohnung am Morgen möglichst kalt zu halten.


Antwort
LukasHeinemann
Beiträge: 57
(@lukasheinemann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich steck da noch nicht so tief drin wie manche hier – bin gerade erst dabei mein System überhaupt richtig auszuwählen. Aber die Kombination Ventilator + Klimaanlage klingt logisch. Spart Strom und verteilt besser, das leuchtet mir ein.

Eine Frage an die Experten hier: Macht es eigentlich einen Unterschied ob man einen normalen Stand- oder Tischventilator nimmt oder wirklich einen Deckenventilator installiert? Vom Aufwand her ist ein Deckenventilator ja nochmal eine eigene Baustelle.


Antwort
Mia_K_1998
Beiträge: 28
(@mia_k_1998)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da ehrlich gesagt noch ziemlich am Anfang, hab erst seit kurzem meine erste Splitklima und kämpfe mehr mit Fehlercodemeldungen als mit Optimierung 😅

Aber zum Thema Fensterabdichten kann ich sagen: Ich hab mal einen Fön an alle Fensterfugen gehalten um Zugluft zu finden – da war ich erschrocken wieviel da durchkommt bei älteren Rahmen. Schaumstoffdichtband kostet nix und war schnell geklebt.

Ob das meinen Stromverbrauch wirklich gesenkt hat weiß ich nicht genau, ich hab kein vernünftiges Monitoring. Vielleicht sollte ich da mal ansetzen bevor ich weiter optimiere.


Antwort
Gregor K.
Beiträge: 29
(@gregor_k_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Deckenventilator vs. Standventilator – kurze Antwort: Deckenventilator ist deutlich effektiver weil er die gesamte Raumluft gleichmäßig umwälzt, besonders wenn man den im Sommer gegen die Uhrzeigerrichtung laufen lässt (Sog nach oben, kühle Luft bleibt unten). Standventilatoren puschen eher punktuell.

Zur ursprünglichen Frage: Ich hab dieses Jahr gezielt verglichen. Die größte Wirkung ohne Klimaanlage hat konsequente Nachtlüftung in Kombination mit Außenbeschattung tagsüber – das reduziert den Kühlbedarf erheblich. Die Klimaanlage läuft dann tatsächlich spürbar kürzer und der Stromverbrauch sinkt.

Was ich von R32-Geräten halten: Die laufen im Teillastbetrieb effizienter als viele R410A-Altgeräte, das ist thermodynamisch bedingt. Wer also sowieso neu anschafft, sollte das einkalkulieren – nicht nur wegen GWP sondern auch wegen der realen Effizienz im Alltag.


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