Hallo zusammen, mich interessiert mal die ehrliche technische Einschätzung: Wie viel bringt wirklich so ein DIY-Setup mit nem Ventilator und ner Schüssel Eiswasser oder ner Kühlbox mit Eis dahinter?
Ich hab das jetzt mehrmals gelesen und auch Videos gesehen, wo Leute damit ihre Zimmertemperatur um 2-3°C senken wollen. Meine Frage: Ist das physikalisch saubere Rechnung oder eher Placebo-Effekt? Ich beschäftige mich ja intensiv mit SEER-Werten und Stromkosten bei Split-Anlagen – und vom thermodynamischen Kreisprozess her müsste doch da irgendwas nicht stimmen, wenn man nur Wasser verdampft, statt nen richtigen Kältekreislauf zu fahren.
Kommt drauf an: Was bringt so ne DIY-Lösung wirklich im realen Alltag bei nem durchschnittlich gedämmten Raum von sagen wir 20m² im Hochsommer? Ist das ne echte Alternative zu ner günstigen mobilen Klima oder nur ne notfalls-Notlösung? Und was kostet mich das an Strom im Vergleich zu nem modernen Inverter-System?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Praktisch gesehen: Ja, es funktioniert, aber minimal. Ich hab das selbst ausprobiert in meinem Testaufbau – 3-4°C runter waren das Maximum, und nur mit ständig erneuerten Eisblöcken. Danach war ich ehrlich gesagt froh, meine Split endlich fertig installiert zu haben. Der Stromverbrauch vom Ventilator ist zwar niedrig (10-30W), aber dafür kriegst du auch viel weniger Kühlleistung. Wirklich zu empfehlen isses nicht.
Das ist im Grunde ne Art Verdunstungskühlung im Miniaturformat. Thermodynamisch stimmt die Rechnung – Wasser hat ne Verdampfungsenthalpie von etwa 2450 kJ/kg. Wenn du aber nur ne kleine Oberfläche hast und der Luftstrom begrenzt ist, brauchst du zum kühlen Effekt: ausreichend Verdampfungsfläche, gute Luft-zirkulation und vor allem trockene Luft drumherum. Im feuchten Hochsommer bricht das System zusammen. Bei 20m² und 35°C außen: rechne mit maximal 1-2 Kelvin Absenkung, eher weniger. Für Stromkosten: Ein 50W-Ventilator läuft halt durch, beim Split mit Inverter schaltets sich bei 22°C einfach weg.