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Eurom 9000 BTU: Warum bleibt mein Zimmer bei 27°C hängen?

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Markus-Breit24
Beiträge: 32
Themenstarter
(@markus-breit24)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#65]

Hallo zusammen,

ich verzweifle gerade ein bisschen und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Ich hab seit zwei Wochen einen Eurom AC 9001 (9000 BTU, Einschlauch) im Wohnzimmer stehen – Raum ist ca. 18m², Altbau, zweites Obergeschoss, ein großes Fenster Richtung Südwest. Draußen sind heute wieder 35°C und mehr.

Das Gerät läuft auf Stufe 3, Abluftschlauch geht durchs gekippte Fenster raus, ich hab auch so einen Fensterabdichtungskit drangemacht. Trotzdem kommt der Raum kaum unter 27°C, eher pendelt er zwischen 27 und 28. Das Gerät selbst pustet kalte Luft raus, keine Frage – aber irgendwie hilft es kaum.

Jetzt frag ich mich: Liegt das grundsätzlich am Einschlauch-Prinzip, weil das Gerät gleichzeitig warme Luft von draußen ansaugt um die Abluft zu ersetzen? Ich hab das irgendwo gelesen, aber nicht ganz verstanden. Oder ist 9000 BTU für 18m² einfach zu wenig, gerade wenn die Sonne den ganzen Nachmittag draufknallt?

Das Fenster hat kein Außenrollo, nur einen dünnen Vorhang. Ich weiß nicht ob das relevant ist. Wäre auch eine 12000 BTU Variante überhaupt besser oder hat die dasselbe Problem?

Danke schon mal für jeden Hinweis!


5 Antworten
Markus-Pfeiffer
Beiträge: 29
(@markus-pfeiffer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das etwas anders als die bisherigen Antworten hier, zumindest teilweise. Das Einschlauch-Problem ist real, ja – aber ich würde es nicht so dramatisch darstellen. Bei einem gut abgedichteten Raum mit vernünftiger Fensterabdichtung ist der Effekt spürbar aber nicht so verheerend wie manchmal beschrieben wird.

Ich hab selbst lange verschiedene Geräte im Vergleich getestet, zuletzt auch Modelle um die 9000-12000 BTU. Der entscheidende Faktor bei dir ist meiner Einschätzung nach wirklich die Sonneneinstrahlung durch das Südwestfenster ohne Außenschutz. Das ist physikalisch ein massiver Wärmeeintrag der kein Klimagerät dieser Klasse einfach wegkühlen kann.

Konkret: Ein guter Sonnenschutz außen (Folie, Rollladen, Markise) würde bei dir wahrscheinlich mehr bringen als der Wechsel von 9000 auf 12000 BTU. Erst danach macht es Sinn über ein stärkeres Gerät nachzudenken. Die Grundfrage ist immer: was bringt mehr Wärme rein als das Gerät rausgekühlt bekommt?


Antwort
Markus F.
Beiträge: 17
(@kuehlraum_profi)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz und direkt gesagt: Beides. Das Einschlauch-Prinzip kostet dir locker 30-40% der nominalen Kühlleistung, und gleichzeitig ist 9000 BTU für Südwest-Altbau im Hochsommer tatsächlich grenzwertig.

Ich kenn das Problem aus Anfragen die ich beruflich bearbeite. Bei Einfachverglasung oder dünnem Isolierglas und keinem Außenschutz hast du einen solaren Eintrag der bei direkter Sonneneinstrahlung locker 300-500 Watt allein durch die Scheibe ausmachen kann, je nach Fenstergröße. Das frisst dein Klimagerät regelrecht auf.

Was man konkret tun kann: Fenster mit Alufolie oder thermoreflektierender Folie abkleben bevor die Sonne draufknallt, Türen schließen halten damit das Gerät nur den einen Raum kühlt, und den Abluftschlauch so kurz wie möglich halten – jeder Meter Schlauch kostet nochmal Effizienz weil der Schlauch selbst Wärme abstrahlt.

Eine 12000-BTU-Variante würde helfen, hat aber denselben prinzipbedingten Nachteil. Wenn du wirklich effizient kühlen willst, kommst du langfristig an einem Splitgerät nicht vorbei.


Antwort
KlimaPlaner92
Beiträge: 33
(@klimaplaner92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das Einschlauch-Problem ist real und du hast es im Prinzip schon richtig beschrieben. Der Kompressor und Verflüssiger im Gerät erzeugen Wärme, die Abluft wird nach draußen geblasen – aber damit entsteht ein Unterdruck im Raum. Den gleicht das Gebäude automatisch aus, indem Warmluft durch alle Ritzen, undichte Fenster und Türspalten nachströmt. Das macht einen erheblichen Teil der Kühlleistung zunichte.

Bei einem Altbau mit Südwestfenster ohne Außenrollladen ist das nochmal schlimmer, weil die Strahlungswärme durchs Glas enorm ist. 9000 BTU entsprechen ca. 2,6 kW Kühlleistung – das ist für 18m² in dieser Konstellation (Dachgeschoss? starke Sonneneinstrahlung?) ehrlich gesagt am unteren Limit.

Mein Tipp: Erstmal das Fenster tagsüber mit einer Rettungsfolie (silbern) von innen abdichten oder zumindest den direkten Sonneneintrag blockieren. Das bringt oft mehr als ein stärkeres Gerät. Ich hab das in einem anderen Thread über Außengeräte am Rande schon mal erwähnt – Abstrahlungswärme wird oft unterschätzt.


Antwort
Lena H.
Beiträge: 16
(@l-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich würd das nochmal etwas ergänzen zu dem was die anderen schreiben. Der Fensterabdichtungskit – wie gut sitzt der wirklich? Bei den meisten günstigen Sets aus dem Handel hab ich die Erfahrung gemacht dass die Folie zwar gut aussieht, aber an den Rändern zum Fensterrahmen trotzdem Luft zieht. Wenn da 1-2cm offen sind, pumpt das Gerät quasi gegen offenes Fenster.

Hab selbst mal bei einer Wanddurchführung gemerkt wie viel Unterschied eine saubere Abdichtung macht, das Thema zieht sich durch alle Installationsarten. Wäre das erste was ich prüfen würde bevor ich das Gerät oder das Prinzip pauschal für schuldig erkläre.


Antwort
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