Guten Tag zusammen,
ich bin gerade dabei, meine bestehende Split-Klimaanlage neu zu bewerten und möchte sichergehen, dass die Rohrleitungen optimal dimensioniert sind. Mein Außengerät steht etwa 15 Meter entfernt vom Innengerät – über die gesamte Länge hinweg habe ich die Rohre selbst verlegt und möchte nun wissen, ob ich Leistungsverluste durch zu lange oder zu dünne Leitungen habe.
Ich verstehe die Grundlagen des Kältemittelkreislaufs und weiß, dass Druckverluste zu einem schlechteren COP führen. Aber wie berechne ich konkret, ob meine 15 Meter problematisch sind? Welcher Rohrdurchmesser wäre optimal für meine Anlage gewesen (3,5 kW Nennleistung)? Und gibt es eine Faustregel, wie viel Prozent COP-Verlust ich akzeptieren kann, bevor es wirtschaftlich relevant wird?
Ich möchte meine Energiekosten minimieren und die Lebensdauer der Anlage maximieren – daher ist mir diese Optimierung wichtig. Habt ihr praktische Erfahrung damit oder könnt mir bei der Berechnung helfen?
Hallo Heinz,
15 Meter ist schon eine ordentliche Strecke. Für deine 3,5 kW solltest du idealerweise Flüssigkeitsleitung DN 6 und Gasleitung DN 12 oder DN 14 verwendet haben. Wenn du DN 10 für Gas genommen hast, kostet dich das schnell 5–8 % COP-Verlust, manchmal auch mehr je nach Kältemittel und Druck.
Für die Berechnung brauchst du: Rohrmaterial, tatsächliche Durchmesser, Länge und das Kältemittel (R32 oder R410A?). Mit einer Druckverlusttabelle (gibt es in technischen Datenblättern) kannst du dann bar/Meter multiplizieren und sehen, wo du stehst.
Wenn die Leitungen bereits verlegt sind, lohnt sich eine Nachberechnung – vielleicht merkelst du ja beim Betrieb auch schon Auffälligkeiten wie längere Laufzeiten oder höhere Volllast-Frequenz beim Inverter. Das deutet auf Druckverluste hin.