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Klimaanlage für Wohnung: Welches System ohne Monteur?

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KlausReinhardt52
Beiträge: 33
Themenstarter
(@klausreinhardt52)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#160]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Entscheidung, welches Klimasystem für meine 3-Zimmer-Wohnung am sinnvollsten wäre – und zwar konkret unter der Prämisse, so wenig wie möglich auf einen Fachbetrieb angewiesen zu sein. Ich weiß, dass das bei echten Split-Systemen mit Kältemittelkreislauf schon beim Befüllen rechtlich Grenzen hat, aber darum geht es mir gerade weniger.

Meine eigentliche Frage: Welche Systemtypen sind realistisch ohne Monteur in Betrieb zu nehmen, und wo liegen die echten Kompromisse bei Effizienz und laufenden Kosten? Ich habe bereits eine Mitsubishi-Anlage, an der ich regelmäßig meinen eigenen Stromverbrauch messe, weil mir die SEER-Angaben des Herstellers schlicht unrealistisch vorkommen. Die Realwerte liegen bei mir teils deutlich unter den Prospektversprechen – je nach Außentemperatur und Teillastbetrieb.

Konkret überlege ich, ob ein Monoblock-System als Übergangslösung überhaupt Sinn ergibt, oder ob man dabei energetisch so viel verliert, dass der Vergleich mit einem ordentlich installierten Split-System von Anfang an eindeutig verliert. Mich interessiert außerdem, ob es bei bestimmten Fabrikaten typische Fehlerbilder gibt, die man bei DIY-Betrieb häufiger sieht.

Freue mich auf fundierte Einschätzungen – gerne auch kritische.

KlausReinhardt52


5 Antworten
KuehlProfi_Marc
Beiträge: 41
(@kuehlprofi_marc)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin kein Techniker, daher kann ich nicht mit Messwerten dienen – aber aus Nutzersicht: Ich hatte ein Mobilteil als Übergangslösung, das Ding hat mich im Hochsommer mehr Nerven als Geld gekostet. Fehlercodes, schlechte Kühlung sobald es draußen wirklich heiß war, und der Stromverbrauch war heftig. Am Ende hab ich einen Fachbetrieb für die Split-Montage genommen und bereue es nicht. Der "Aufwand ohne Monteur" hat mich am Ende teurer gekommen als die Montagekosten.


Antwort
Markus-Breit
Beiträge: 47
(@markus-breit)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das ein bisschen anders als die anderen hier. Klar, split ist effizienter – aber wenn du ohne Monteur willst und trotzdem einigermaßen vernünftige Verbrauchswerte haben möchtest, gibt es noch einen Ansatz den kaum jemand diskutiert: den Betrieb per Automatisierung so zu steuern, dass die Anlage möglichst selten in extremen Lastzuständen läuft.

Ich hab meine Split-Anlage per MQTT-Skript so eingestellt, dass sie morgens früh vorkühlt bevor der Strom teurer wird und tagsüber nur noch hält. Das bringt in der Praxis mehr als 0,2 SEER-Punkte Unterschied – und das ist messbar. Wenn du mit einem Monoblock anfängst, kannst du da übrigens auch ansetzen, auch wenn der Basiswirkungsgrad schlechter ist.

Die Frage ist letztlich: Willst du kurzfristig ohne Aufwand kühlen, oder langfristig optimieren? Beides geht, aber die Antwort bestimmt die Systemwahl.


Antwort
KlausReinhardt
Beiträge: 53
(@klausreinhardt)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich kenne die Thematik gut, weil ich selbst bei meiner eigenen Split-Anlage jeden Schritt hinterfragt habe – von der Leitungsführung bis zur Erstinbetriebnahme. Mein Fazit: Bei echten Split-Systemen kommst du um den Fachbetrieb zumindest für das Befüllen des Kältemittelkreislaufs nicht herum, das ist in Deutschland eindeutig geregelt. Was du aber selbst prüfen und dokumentieren kannst, ist mehr als die meisten denken – ich hab das mal ausführlicher im Thread Inbetriebnahme Split-Anlage: Welche Schritte darf ich selbst prüfen? beschrieben.

Zum Monoblock: Energetisch ist der Vergleich tatsächlich eindeutig. Du verlierst beim Monoblock durch den unvermeidlichen Wärmetransfer zwischen Innen- und Außenluft schon konstruktionsbedingt Effizienz. Im Teillastbetrieb ist das nochmal kritischer. Wenn du schon an deiner Mitsubishi feststellst, dass die SEER-Angaben unrealistisch sind – beim Monoblock wird das noch deutlicher auseinanderklaffen. Ich würde das nur als echte Übergangslösung sehen, und auch nur dann, wenn die baulichen Gegebenheiten einen Wanddurchbruch wirklich ausschließen.


Antwort
MarcusHeld
Beiträge: 8
(@marcusheld)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz und direkt: Wenn du Effizienz wirklich ernst nimmst und Messwerte selbst erfasst, wirst du mit einem Monoblock dauerhaft nicht glücklich. Die COP-Werte im realen Betrieb bei über 30°C Außentemperatur brechen bei Monoblöcken regelrecht ein – das hab ich selbst bei Vergleichstests an verschiedenen Inverter-Systemen beobachtet. Für eine echte Übergangslösung mag es reichen, aber als Dauerbetrieb für jemanden der seinen Stromverbrauch genau im Blick hat? Schwer zu rechtfertigen. Ein Inverter-Split von einem vernünftigen Hersteller liefert dir im Teillastbetrieb konstant bessere COP-Werte, das ist keine Marketingaussage sondern messtechnisch belegbar. Ich hab das ausführlicher in Inverter-Teillastbetrieb: Welche Hersteller liefern wirklich konstante COP-Werte? beschrieben.


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