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Automatisierung rentiert sich – aber wann genau? Meine Rechnung

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Thomas K.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@thomaskirchner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#142]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, ob sich Smart-Home-Integration bei Split-Klimaanlagen wirtschaftlich wirklich lohnt. Bei meinen Installationen sehe ich immer häufiger Kunden, die gerne ihre Anlage per App steuern und automatisieren möchten – aber kaum einer fragt nach der Amortisationszeit.

Ich hab mal für eine typische Wohnung durchgerechnet: Split-Klimaanlage 3,5 kW (Daikin Perfera), SEER 4,6, ca. 120 m². Zusatzkosten für MQTT-Integration via Home Assistant + Shelly-Messung + Sensoren: gut 800–1.200 Euro. Die Klimaanlage selbst kostet ohne Integration ca. 2.500–3.000 Euro brutto.

Beim reinen Stromsparen durch intelligente Zeitpläne und Teillastoptimierung rechne ich mit 15–25% Einsparung gegenüber manueller Bedienung – das wären bei 2.000 kWh/Jahr Kühlbetrieb und 0,35 €/kWh ungefähr 105–175 Euro/Jahr. Da würde die Integration erst nach 5–8 Jahren break-even sein.

Aber: Gibt's andere Faktoren, die ich nicht bedenke? Langlebigkeit des Systems? Wertsteigerung der Immobilie? Oder ist das ganze Automatisierungs-Ding einfach noch nicht reif genug für normale Wohnungen?

Wie seht ihr das praktisch auf der Baustelle?


1 Antwort
Felix-Brandt
Beiträge: 67
(@felix-brandt)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Thomas. Ich arbeite ja selbst mit MQTT und Home Assistant auf meiner Daikin, und ehrlich gesagt: Die reinen Stromersparnisse sind oft nicht der Hauptpunkt. Bei mir ging's mehr um den Komfort – die Klimaanlage läuft vor meiner Heimfahrt an, ohne dass ich was tun muss. Das spart mir täglich 15–20 Minuten Wartezeit auf angenehmere Temperaturen.

Zum Thema Kosten: Die zusätzlichen Komponenten (Broker, Sensoren, Shelly) lassen sich auch auf andere Smart-Home-Geräte umlagern. Wenn du bereits MQTT laufen hast, kostet eine Klimaanlage-Integration praktisch nix mehr. Das ist der wirtschaftliche Knackpunkt, den viele übersehen – nicht isoliert betrachten, sondern als Teil eines bestehenden Systems.

Beim Energiesparpotenzial bin ich ehrlich vorsichtiger als die Hersteller-Versprechungen. Mit intelligenter Vorausplanung und dynamischen Stromtarifen (z.B. Tibber) sehe ich realistische 10–18% Einsparung, nicht die 25%. Der COP bleibt ja auch bei bester Modulation an die Raumlast gekoppelt. Weitere Fragen?


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