Hallo zusammen,
bin gerade etwas ratlos – meine Split-Anlage tropft seit gestern innen am Verdampfer, obwohl sie eigentlich prima läuft und die Kühlleistung passt. Das Kondenswasser sammelt sich unten im Gerät, läuft aber nicht richtig in den Schlauch ab.
Ich hab die letzten Wochen mit meiner DIY-Außengerät-Beschattung experimentiert (habt ihr das Thema noch im Kopf – sollte den COP im Sommer merklich verbessern). Seitdem beobachte ich auch die Energiemonitor-Daten genauer. Der Stromverbrauch ist tatsächlich gesunken, aber jetzt dieses Tropf-Problem.
Könnte es sein, dass die bessere Kühlleistung durch die Beschattung zu mehr Kondenswasser führt? Oder ist eher der Kondensatablauf verstopft? Hab keine Verstopfung im Schlauch sichtbar – der läuft nach unten weg.
Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Muss ich bei der Verdampferschräge oder beim Ablauf anpassen, oder sollte ich lieber einen Techniker vorbeischauen lassen?
Danke für Tipps!
Kühlfix
Kondensatschlauch einfach absaugen oder mit Spülpulver durchspülen – meistens ist da irgendwelcher Schmodder drin.
Hey Kühlfix,
bei meiner Planung der Split-Installation hab ich mich auch intensiv mit Kondensatmanagement beschäftigt. Deine Vermutung könnte stimmen: Mehr Kühlleistung = mehr Kondenswasser. Hast du überprüft, ob der Ablaufschlauch ein Gefälle von mind. 5–10 mm/m hat? Auch die Siebfalle im Verdampfer kann bei verstärkter Kondensation schneller verschlammen.
Wenn der Schlauch äußerlich frei aussieht, könnte innen eine Algenbildung oder ein Biofilm vorliegen – besonders im Sommer kritisch. Vielleicht mit destilliertem Wasser durchspülen?
Sonst würde ich die genaue Verdampfer-Ausrichtung prüfen. Hast du dort was bewegt, als du die Außengeräte-Beschattung eingebaut hast?
Tim
Interessant – das ist ja tatsächlich eine kluge Beobachtung, dass die Beschattung des Außengeräts die Verdampfer-Leistung erhöht. Mit besserer Effizienz steigt naturgemäß auch die Kondensatmenge, das ist thermodynamisch naheliegend.
Aber Achtung: Prüf mal, ob du durch die höhere Kühlleistung nicht versehentlich in einen Zustand rutschst, wo der Verdampfer unter die Taupunkttemperatur der Raumluft sinkt – dann friert die vordere Lamellenkante zu und der Kondenswasserfluss staut sich. Das sieht man oft bei zu aggressiven Inverter-Einstellungen im Hochsommer.
Misst du mit deinem Monitor auch die Innenraum-Luftfeuchte und Temperatur parallel zum Stromverbrauch? Das würde helfen, das Phänomen zu isolieren. Welche Inverter-Modulation fährt deine Anlage im Moment?
Markus