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Nachts durchlaufen oder Stoßlüften? Was kostet wirklich weniger?

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Markus-Breitner
Beiträge: 60
Themenstarter
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#80]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, zwei Split-Systeme zu vergleichen, bevor ich mich für eines entscheide – und eine Frage treibt mich um, die ich in den üblichen Prospekten nirgends beantwortet finde.

Im Juli ist es nachts draußen oft noch 20-22°C, drinnen aber 26-28°C. Jetzt die Frage: Macht es Sinn, die Anlage nachts durchlaufen zu lassen auf, sagen wir, 24°C Sollwert? Oder soll ich lieber die Fenster aufmachen und stoßlüften, sobald es kühler wird, und die Klima tagsüber sparen?

Ich habe da zwei gegensätzliche Theorien im Kopf:
1. Nachts laufen lassen ist sinnvoll, weil die Außentemperatur niedriger ist → besserer COP, bessere Effizienz
2. Nachts laufen ist Verschwendung, weil die Anlage ja auch bei Teillast läuft und weniger herunterregeln kann als tagsüber bei höherer Last

Mein Gedanke: Bei einer Inverter-Anlage mit guter Modulation müsste nachts die Energiebilanz doch besser sein, oder? Und bei einer On/Off-Geräten wahrscheinlich deutlich schlechter, weil sie nachts ständig an- und ausschaltet?

Kennt ihr aus euren Messungen, wie das in der Realität aussieht? Ich will hier mit echten Zahlen rechnen, nicht mit Herstellerangaben.


1 Antwort
Markus-Pfeiffer
Beiträge: 29
(@markus-pfeiffer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich habe das bei meiner Analyse mit dem Strommessgerät untersucht und die Realität ist differenzierter als viele denken.

Die Theorie stimmt: Ein COP von 4,5+ bei 22°C Außentemp vs. 3,0-3,5 bei 32°C ist real. Aber der Haken: Nachts laufen bedeutet für viele auch, dass die Anlage in Teillast pendelt – und da verliert man wieder Effizienzpunkte durch Schaltspiele, selbst bei Invertern.

Meine Messungen zeigen: Bei reiner Nacht-Durchlauf-Strategie (22:00-06:00 auf 24°C) vs. reinem Fenster-Lüften liegt der Mehrverbrauch der Klima-Variante bei ca. 15-25% höher pro Nacht, obwohl der COP besser ist. Warum? Weil du über 8 Stunden hinweg konstant kleine Mengen aktiv kühlst, statt eine Stunde intensiv zu lüften und fertig zu sein.

Beste Lösung: Hybrid-Betrieb. Lüften, wann möglich – Klima nur bei Bedarf nachts. Das spart am meisten.


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