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Nächtliche Vorkühlung mit Inverter: Lohnt sich das vor Hitzetagen?

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InverterKing_42
Beiträge: 49
Themenstarter
(@inverterking_42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#118]

Hi zusammen,

ich bin gerade dabei, meine beiden Split-Systeme noch intelligenter zu nutzen und habe eine spezifische Frage zur nächtlichen Vorkühlung mit Inverter-Technologie.

Situation: Ich habe eine R32-Anlage mit Inverter verbaut und beobachte, dass der Verdichter nachts bei kühlen Außentemperaturen deutlich effizienter läuft als tagsüber. Meine Frage ist: Macht es Sinn, die Wohnung gezielt in den frühen Morgenstunden (gegen 4-6 Uhr, wenn es draußen noch 16-18°C hat) auf unter 20°C runterzukühlen, um tagsüber bei 30°C+ dann weniger aktiv kühlen zu müssen? Oder ist das reines Energieverplempern, weil ich ja ohnehin die gleiche Wärmemenge aus dem Haus bringen muss?

Ich frage auch deshalb, weil mich interessiert, wie die Teillastmodulation des Inverters in dieser Phase läuft. Früher hatte ich einen On-Off-Kompressor und da war das sicher sinnlos. Aber mit modernem Inverter und dem COP-Vorteil bei niedrigeren Außentemperaturen könnte da doch ein echtes Sparpotenzial schlummern?

Freue mich auf Einschätzungen, gerne mit konkreten Erfahrungswerten!


1 Antwort
Markus-Breitner92
Beiträge: 41
(@markus-breitner92)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist eine wirklich gute Beobachtung! Ich habe ähnliche Überlegungen beim Programmieren meiner Automatisierung angestellt. Kurz gesagt: Ja, es kann sich lohnen, aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Die Thermodynamik ist klar: Bei 16°C Außentemperatur fährt dein Inverter mit deutlich niedrigerem COP als tagsüber bei 28°C – nein, Moment, das ist falsch. Der COP ist bei niedrigen Außentemperaturen BESSER, weil die Differenz zwischen innen und außen kleiner ist. Das bedeutet: Deine R32-Anlage braucht nachts weniger Energie, um den Speicherthermischen Effekt zu nutzen.

Aber: Du musst realistisch rechnen. Die Wärme, die tagsüber in die Wohnung kommt (Sonne, Menschen, Geräte), ersetzt quasi deine nächtliche Vorkühlung. Es sei denn, du hast sehr gute Dämmung und Sonnenschutz. Dann könnte eine Vorkühlung von 4-6 Uhr tatsächlich bedeuten, dass deine Anlage um 14-18 Uhr nur noch minimal modulieren muss.

Mein Tipp: Tracke deine kWh über zwei Wochen – eine mit Vorkühlung, eine ohne. Die Differenz ist deine Antwort. Bei mir hat sich gezeigt, dass es etwa 8-12% spart, wenn ich die Rollläden tagsüber geschlossen halte. Vorkühlung allein brachte nur 3-4%.


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