Moin zusammen,
ich habe meine Daikin-Split-Anlage jetzt seit einigen Wochen über MQTT ins Smart Home integriert und versuche, den tatsächlichen Stromverbrauch im Juli zu tracken. Mein Problem: Die Daikin-App zeigt mir zwar Betriebsstunden und Solltemperatur an, aber es gibt da verschiedene Kommunikationsprotokolle zwischen der Steuereinheit und dem Außengerät, und ich bin mir unsicher, ob diese standardmäßig bereits den echten Energieverbrauch in kWh zurückliefern oder nur geschätzte Werte.
Ich habe eine Smart-Home-Lösung mit Shelly EM gebaut, um die Wattaufnahme direkt am Stecker zu messen – aber ich hätte gerne auch die Daten direkt vom Gerät, wenn möglich. Kann jemand sagen, ob Daikin über MQTT die Verbrauchsdaten nativ mitliefert, oder muss ich das über einen separaten Fehlercodes-Abfrage-Workaround lösen?
Auch interessiert mich: Wie genau hat man das früher ohne Smart-Home gemacht? Einfach kWh-Zähler ablesen und hochrechnen?
Hast du dir schon die COP-Werte für Juli angeschaut? Wenn die Inverter-Steuerung richtig arbeitet, sollte der Verbrauch nicht linear mit der Betriebszeit steigen. Bei dir könnte auch ein Kommunikationsproblem zwischen Innen- und Außengerät vorliegen, das den Kompressor in unoptimalen Betriebspunkten hält – das sieht man aber leider nicht in der App. Hast du schon die Druckwerte gemessen?
Also ich nutze keine smarten Messsysteme bei meinem Gerät – bin da eher analog unterwegs. Aber für die wirklich aussagekräftigen Daten würde ich dir empfehlen, einfach einen separaten Stromzähler zu nehmen. Die App-Angaben sind oft ungenau. Und beim Geräusch: Hast du dein Außengerät auch richtig gedämmt? Bei mir hat das die Vibrationen reduziert und – überraschung – auch den Verbrauch minimal optimiert.
Für Split-Anlagen würde ich folgendes empfehlen: Neben der Shelly-Messung die Daikin-API nutzen, falls verfügbar – manche Geräte liefern Verbrauchsdaten. Sonst bleibt dir nur: kWh-Zähler ablesen zu festen Zeiten, Betriebsstunden mitloggen und dann kWh ÷ Stunden rechnen. Nicht elegant, aber zuverlässig. Bei der Installation habe ich das ähnlich gemacht.
Zu deiner früheren Diskussion über Inverter vs. On-Off Stromkosten – genau das ist ja die Schnittstelle: Mit MQTT bekommst du die Kompressor-Modulation ja dokumentiert. Das heißt, du kannst nachvollziehen, wie oft die Steuerung zwischen 30% und 100% wechselt. Wenn das ständig hochfährt, frisst das Energie. Hast du in deiner Automatisierung auch eine minimale Betriebsdauer für den Kompressor eingestellt?