Moin zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren damit, Split-Systeme unter verschiedenen Bedingungen auszuwerten – und jetzt stellt sich mir eine Frage, die ich so konkret in der Literatur noch nicht beantwortet gesehen habe:
Wie stark wirkt sich die Raumdämmung (insbesondere modernisierte Fenster, Rollläden, Wärmeschutzfolie) auf den realen Stromverbrauch einer Split-Klimaanlage aus? Ich meine nicht die theoretische Kühlastberechnung nach DIN 4758, sondern den praktischen Alltag im Herbst und Frühjahr, wenn die Außentemperatur zwischen 15 und 25°C pendelt.
Szenario: 30m² Büroraum mit alter einfacher Verglasung vs. derselbe Raum mit modernen 3er-Scheiben, außenliegendem Sonnenschutz und dichtem Fensterrahmen. Gleiches Split-Gerät (Inverter), gleiche Solltemperatur 22°C.
Hat hier jemand Messdaten? Oder kann ich kalkulieren, dass die bessere Dämmung den COP um 10–30% verbessert, oder ist der Effekt marginal? Interessieren würde mich auch, ob Rollläden abends runter vs. tagsüber offen gemessen einen Unterschied machen.
Danke für eure Erfahrungen!
Hey Klaus, sehr interessante Frage! Ich hab meine erste Split vor kurzem installiert und bin noch dabei, die Basics zu verstehen – aber eins habe ich beim Lernen schnell gemerkt: Die Fenster machen einen RIESIGEN Unterschied. Bei mir im Raum sind die alten Fenster einfach noch drin, und mir ist aufgefallen, dass die Anlage im Herbst morgens nach dem Lüften deutlich länger läuft, bis die 22°C erreicht sind. Rollläden hab ich noch nicht gezielt gemessen, aber logisch müsste das helfen, weil weniger Wärmeeintrag = weniger Kompressor-Arbeit. Würde mich auch interessieren, ob du da konkrete Rechenwerte findest – vielleicht auch als Argument für eine Sanierung gegenüber einfach nur eine dickere Anlage zu nehmen?