Ich habe meine Split-Klimaanlage jetzt über MQTT an Home Assistant angebunden und kann den Live-Stromverbrauch auslesen – das ist mega interessant. Parallel tracke ich alle Daten mit einem smarten Stromzähler.
Meine aktuelle Frage: Wie viel Ersparnis bringt mir eine intelligente Steuerung des Inverter-Kompressors wirklich im alltäglichen Betrieb? Ich habe automationsbasierte Temperaturprofile programmiert (nachts 26°C, tags 24°C, basierend auf Belegungssensoren), und theoretisch sollte das den COP verbessern, weil der Kompressor weniger zwischen Teillast und Vollbetrieb hin- und herspringt.
Aber wenn ich die rohen kWh-Werte compare: Ein einfaches On/Off-Gerät in der selben Raumgröße verbraucht über den ganzen August hinweg nicht wirklich signifikant mehr, als ich erwartet hätte. Meine Vermutung ist, dass bei ständiger Volllastanforderung im Sommer (30°C+ draußen) der Inverter-Vorteil sowieso verloren geht, weil die Anlage einfach permanent on Maximum läuft?
Hat jemand ähnliche Daten? Oder überschätze ich die Effizienzgewinne durch Smart-Automation im Hochsommer?
Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Im August mit konstanten Außentemperaturen über 30°C ist es tatsächlich so, dass der Inverter fast durchgehend auf Maximaldrehzahl läuft – die Modulation bringt dir da kaum noch Vorteile. Der eigentliche Spareffekt tritt ja eher in Teillastsituationen auf: Morgens/abends wenn's kühler ist, oder wenn du nur einen Raum klimatisierst statt mehrere.
Wo deine Automatisierung aber helfen kann: Nicht die Kompressordrehzahl ist das Gesparte, sondern die Anlaufvorgänge selbst. Weniger häufige Start-Stop-Zyklen = weniger Energiespitzen. Wenn du es hinbekommst, dass der Inverter kontinuierlich im stabilen Bereich läuft statt zu pendeln, wird's effizienter – auch wenn der Betrag im Hochsommer klein bleibt.
Meine Empfehlung: Guck dir auch die Laufzeiten pro 24h an, nicht nur die Leistung. Wenn deine Automation die Laufzeit senkt (weil du z.B. nachts 26°C statt 22°C fährst), sparest du mehr als durch Drehzahloptimierung.