Hallo zusammen,
nachdem ich mich 15 Jahre nicht mehr mit Klimatechnik beschäftigt habe, merke ich bei meiner neuen Split-Anlage im Einfamilienhaus ein Problem: Nach nur 10 Tagen Sommerurlaub riecht das Innengerät deutlich muffig – so ein typischer feuchter Keller-Geruch. Die Anlage war ausgeschaltet.
Ich vermute, es geht um Kondensation und Biofilm im Verdampfer, aber ich bin mir bei den praktischen Schritten unsicher:
1. Sollte ich die Anlage während meiner Abwesenheit im Mini-Betrieb laufen lassen (z. B. Entfeuchter-Funktion, wenn vorhanden)?
2. Wie oft muss ich den Filter reinigen, um das zu verhindern – wöchentlich oder monatlich?
3. Kann ich den Verdampfer selbst reinigen, oder ist das wirklich ein Fall für den Fachbetrieb?
4. Welche Filter-Typen helfen gegen solche Gerüche – Aktivkohle vs. HEPA?
Gerne konkrete Tipps zur Vorbeugung, damit die Anlage auch beim Weggehen nicht zur Geruchsquelle wird.
Viele Grüße,
Tom
Tom, das ist sehr wichtig – Legionellenrisiko! Stehende Feuchte im Verdampfer ist nicht nur eine Geruchsfrage, sondern auch hygienisch kritisch.
Meine Empfehlung aus jahrelanger Erfahrung mit meiner Anlage:
1. **Entfeuchtungsbetrieb vor Abreise:** Mindestens 2 Stunden laufen lassen, das trocknet den Verdampfer ordentlich.
2. **Kondensatablauf regelmäßig spülen:** Das ist oft übersehen – eine verstopfte Drainage ist häufigste Ursache. Mit destilliertem Wasser durchspülen, nicht Leitungswasser.
3. **Filter-Material:** Aktivkohlefilter sind sinnvoll zur Geruchsabsorption, aber HEPA-Filter allein bringen da nichts – du brauchst die Kohle.
4. **Kältemittel-Typ:** Das ist nebensächlich für dieses Problem, aber mit R32 hast du oft bessere Temperaturkontrolle und weniger Kondensationsprobleme als mit altem R410A.
Fachbetrieb zur Verdampfer-Reinigung würde ich empfehlen – die haben UV-Reinigung und Hochdruck, die du zuhause nicht hast.
Horst