Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Wohnungskühlung zu planen und bin auf ein Problem gestoßen: Bei mir können wir die Außeneinheit einer Split-Anlage nicht optimal positionieren. Das würde bedeuten, lange Rohrleitungen durch die Fassade oder Innenräume – und die Installation durch einen Fachbetrieb kostet schnell 2.500–3.500 Euro.
Das hat mich dazu gebracht zu fragen: Warum nicht einfach ein mobiles Monoblock-Gerät kaufen und selbst aufstellen? Klar, der Wirkungsgrad ist schlechter, aber wenn ich die Installationskosten einrechne, wird die Rechnung interessant.
Meine konkrete Situation: 35 m² Wohnzimmer + Schlafzimmer, relativ gute Dämmung, aber ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen. Ich habe recherchiert und sehe Monoblöcke ab etwa 800–1.200 Euro mit R32 und ausreichender Kühlleistung.
Meine Fragen:
1. Wie müsste ich den COP eines Monoblocks berechnen, um fair mit einer Split-Anlage zu vergleichen?
2. Unter welchen Bedingungen amortisiert sich eine Split-Installation überhaupt noch?
3. Gibt es Fallstricke beim Dauerbetrieb von Monoblöcken, die ich im ersten Jahr bemerken würde?
Ich bin nicht naiv – ich weiß, dass Profis Split-Systeme empfehlen. Aber ich möchte die Wirtschaftlichkeit selbst durchdenken, nicht blind vertrauen.
Klaus, interessante Frage. Ich würde allerdings warnen: Monoblock-Geräte mit echtem MQTT oder Home-Assistant-Anbindung sind dünn gesät. Die meisten haben nur primitive IR-Fernbedienung oder fragwürdige Cloud-Lösungen. Wenn Du später automatisieren möchtest, wirst Du feststellen, dass Monoblock-Integration ein Albtraum ist – ich spreche aus Erfahrung. Split-Systeme (zumindest von Marken wie Daikin, Midea) haben hier klare Vorteile bei der Datenintegration.
Klaus, das ist im Grunde eine Frage der Leistungsmodulation – und hier zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Systemen am klarsten. Ein Monoblock hat meist On/Off-Verdichter oder rudimentäre Drosslung, eine Split mit modernem Inverter passt ihre Kühlleistung kontinuierlich an Raumtemperatur und Last an. Das ist nicht nur komfortabler, sondern spart auch wirklich Strom – besonders in Teillastsituationen, die im Alltag ja 80 % der Zeit vorkommen. Eine ehrliche Amortisationsrechnung müsste diese Betriebsmodi berücksichtigen. Hast Du schon überlegt, ob eine günstige Multisplit von einem lokalen Handwerker nicht besser wäre als Monoblock?
Das GWP von R32 (675) ist auch in einem Monoblock nicht umweltfreundlich, nur weil das Gerät klein ist – das ist eine Lüge, die Hersteller gerne erzählen. Eine Split mit Inverter nutzt weniger Kältemittel, aber spart Dir durch bessere Effizienz trotzdem CO₂ über die Nutzungsdauer. Wenn Umweltgedanke zählt, wäre eine hocheffiziente Split + längere Nutzungsdauer besser als ein kurzfristiges Monoblock-Abenteuer.