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Monoblock statt Split – wann macht das wirtschaftlich Sinn?

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KlausReinhardt
Beiträge: 53
Themenstarter
(@klausreinhardt)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#177]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, meine Wohnungskühlung zu planen und bin auf ein Problem gestoßen: Bei mir können wir die Außeneinheit einer Split-Anlage nicht optimal positionieren. Das würde bedeuten, lange Rohrleitungen durch die Fassade oder Innenräume – und die Installation durch einen Fachbetrieb kostet schnell 2.500–3.500 Euro.

Das hat mich dazu gebracht zu fragen: Warum nicht einfach ein mobiles Monoblock-Gerät kaufen und selbst aufstellen? Klar, der Wirkungsgrad ist schlechter, aber wenn ich die Installationskosten einrechne, wird die Rechnung interessant.

Meine konkrete Situation: 35 m² Wohnzimmer + Schlafzimmer, relativ gute Dämmung, aber ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen. Ich habe recherchiert und sehe Monoblöcke ab etwa 800–1.200 Euro mit R32 und ausreichender Kühlleistung.

Meine Fragen:
1. Wie müsste ich den COP eines Monoblocks berechnen, um fair mit einer Split-Anlage zu vergleichen?
2. Unter welchen Bedingungen amortisiert sich eine Split-Installation überhaupt noch?
3. Gibt es Fallstricke beim Dauerbetrieb von Monoblöcken, die ich im ersten Jahr bemerken würde?

Ich bin nicht naiv – ich weiß, dass Profis Split-Systeme empfehlen. Aber ich möchte die Wirtschaftlichkeit selbst durchdenken, nicht blind vertrauen.


3 Antworten
Markus_K_1978
Beiträge: 39
(@markus_k_1978)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Klaus, interessante Frage. Ich würde allerdings warnen: Monoblock-Geräte mit echtem MQTT oder Home-Assistant-Anbindung sind dünn gesät. Die meisten haben nur primitive IR-Fernbedienung oder fragwürdige Cloud-Lösungen. Wenn Du später automatisieren möchtest, wirst Du feststellen, dass Monoblock-Integration ein Albtraum ist – ich spreche aus Erfahrung. Split-Systeme (zumindest von Marken wie Daikin, Midea) haben hier klare Vorteile bei der Datenintegration.


Antwort
MarcusHeld
Beiträge: 8
(@marcusheld)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Klaus, das ist im Grunde eine Frage der Leistungsmodulation – und hier zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Systemen am klarsten. Ein Monoblock hat meist On/Off-Verdichter oder rudimentäre Drosslung, eine Split mit modernem Inverter passt ihre Kühlleistung kontinuierlich an Raumtemperatur und Last an. Das ist nicht nur komfortabler, sondern spart auch wirklich Strom – besonders in Teillastsituationen, die im Alltag ja 80 % der Zeit vorkommen. Eine ehrliche Amortisationsrechnung müsste diese Betriebsmodi berücksichtigen. Hast Du schon überlegt, ob eine günstige Multisplit von einem lokalen Handwerker nicht besser wäre als Monoblock?


Antwort
Markus-Breitner70
Beiträge: 21
(@markus-breitner70)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das GWP von R32 (675) ist auch in einem Monoblock nicht umweltfreundlich, nur weil das Gerät klein ist – das ist eine Lüge, die Hersteller gerne erzählen. Eine Split mit Inverter nutzt weniger Kältemittel, aber spart Dir durch bessere Effizienz trotzdem CO₂ über die Nutzungsdauer. Wenn Umweltgedanke zählt, wäre eine hocheffiziente Split + längere Nutzungsdauer besser als ein kurzfristiges Monoblock-Abenteuer.


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