Hallo zusammen,
ich plane für meine 70m²-Wohnung eine Split-Klimaanlage an und interessiere mich speziell für die Wärmepumpenfunktion zum Heizen in der Übergangsjahreszeit. Klar, jetzt im August denkt man nicht ans Heizen, aber die Geräte laufen ja auch im Winter.
Mich reizen vor allem zwei Fragen:
1. **SEER vs. SCOP**: Wie unterscheiden sich die Effizienzwerte zwischen Sommer- und Winterbetrieb wirklich? Wenn ein Gerät SEER 10 hat – wie sieht der SCOP-Wert aus? Machen da Inverter-Modelle einen großen Unterschied gegenüber On/Off-Geräten?
2. **Konkrete Modelle**: Auf dem Markt sehe ich häufig Mitsubishi Heavy Industries und Daikin mit Wärmepumpenfunktion. Bei den Specs sieht vieles ähnlich aus. Wer von euch hat konkrete Erfahrung damit gemacht, ob sich der Aufpreis für Inverter beim Heizen wirklich amortisiert?
Zielbudget: 2500–3500 Euro inkl. Installation. Kurze, kompakte Erfahrungen sind super – bin beruflich viel unterwegs.
Danke!
Gute Frage. Ich hab mir bei meiner Mitsubishi Heavy die Langzeitwerte genau angeschaut – und ehrlich: die Herstellerangaben beim SCOP-Wert sind oft zu optimistisch gerechnet. Die geben dir da Szenarien mit 7°C Außentemperatur, aber im echten Winter bei minus 5 bis 10 Grad fällt der COP deutlich ab.
Bei Inverter-Splits ist der Vorteil wirklich messbar: Sie regeln die Kompressorgeschwindigkeit feiner runter und fahren nicht ständig Stop-Start wie On/Off-Geräte. Das spart im Heizbetrieb tatsächlich Strom.
Mein Tipp: Schau dir den SCOP-Wert bei gemischter Klimazone an (nicht nur die beste), und rechne eher mit 70 % der Herstellerangabe. Daikin und Mitsubishi sind beide solide, aber der Preis-Effizienz-Unterschied ist minimal. Eher: Welcher Installateur in deiner Gegend ist zuverlässig? Das ist wichtiger als die 200-Euro-Differenz zwischen den Modellen.
Wie groß sind deine Fenster, und welche Himmelsrichtung ist deine Wohnung?