Moin zusammen, ich steige nach Jahren wieder in die Klimaanlagenwelt ein und bin mir nicht ganz sicher, ob ich bei der Investition auch gleich auf smarte Steuerung setzen soll. Ich habe gelesen, dass WLAN-Anbindung, Apps und Automatisierungen angeblich Strom sparen – aber ich frage mich: Um wie viel % geht es dabei wirklich? Geht das nur mit Inverter-Geräten oder auch bei On-Off-Systemen?
Mich interessiert konkret: Wenn ich eine Split-Klimaanlage mit MQTT-Integration an Home Assistant koppele und Zeitpläne + Temperatur-Szenen programmiere – kann ich dann wirklich 10-15% Energie einsparen, wie manche Hersteller suggerieren? Oder ist das eher Marketing-Gelaber?
Und noch eine praktische Frage: Braucht man für echtes Monitoring ein separates Messinstrument (Shelly, Zwischenzähler) oder vertraut man den Werten aus der Hersteller-App?
Ich will keine Spielerei, sondern ein System, das sich wirtschaftlich rechnet. Input aus realen Erfahrungen wäre super – auch von denen, die damit Negatives erlebt haben.
Klaus, ehrlich gesagt: Die 10-15% sind stark überzeichnet. Was ich mit Home Assistant über ein Jahr gemessen habe, ist eher so 5-8% – und das nur, weil ich meine Räume konsequent nachts absperrbar gemacht habe und morgens vor Arbeitsbeginn vorkühle, statt tagsüber durchgehend zu laufen.
Wichtig: Das funktioniert nur mit Inverter-Geräten wirklich sauber. Bei On-Off-Kompressoren bringt Automatisierung kaum was, weil die einfach an/aus schalten.
Zum Monitoring: Vergiss die Hersteller-Apps. Ich nutze eine Shelly EM parallel zur originalen API meiner Daikin und hab da 20% Abweichung gemessen – systematisch nach oben. Ein Zwischenzähler ist dein Freund, wenn du echte Daten willst.
Die Integration ist nicht trivial. MQTT über Home Assistant läuft bei mir stabil, aber die Initial-Config hat Tage gekostet. Wenn du keine Lust auf solche Frickelei hast, würde ich die Finger davon lassen.