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R290 oder R32 – welches Kältemittel ist die bessere Wahl für die Wartung?

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Horst K.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@horst_k_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#66]

Hallo zusammen,

seit meiner Pensionierung habe ich endlich die Zeit, mich wirklich gründlich mit meiner Split-Klimaanlage zu befassen – und je mehr ich lese, desto mehr Fragen tauchen auf. Aktuell beschäftigt mich vor allem das Thema Kältemittel.

Meine Anlage läuft noch mit R410A, und ich weiß, dass das langfristig keine Zukunft hat. Den GWP-Wert von über 2000 finde ich ehrlich gesagt erschreckend, wenn man bedenkt, was die F-Gase-Verordnung da eigentlich bezweckt. Ich informiere mich seit Wochen über R290 (Propan) und R32 als mögliche Alternativen, komme aber nicht zu einem klaren Ergebnis.

R290 hat einen GWP von praktisch 3, also fast ideal aus Umweltsicht. Aber die Brennbarkeit macht mir Sorgen – meine Anlage steht im Keller, und ich frage mich, ob das dort überhaupt zulässig wäre. R32 liegt mit GWP ~675 deutlich besser als R410A, ist aber immer noch kein Traumwert.

Was ich konkret wissen möchte: Gibt es hier im Forum jemanden, der seine Anlage schon auf R32 umgestellt hat oder eine R290-Anlage betreibt? Wie war das mit der Zertifizierung des Fachbetriebs? Und wo bekommt man eigentlich seriöses Zubehör und Ersatzteile, wenn man solche Kältemittel verwendet – da scheint der Markt doch sehr unübersichtlich zu sein.

Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar.

Horst K.


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3 Antworten
Gerhard_1954
Beiträge: 30
(@gerhard_1954)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz aus meiner Erfahrung: R32 ist momentan der pragmatische Kompromiss. R290 ist ökologisch besser, aber du wirst kaum einen Standardbetrieb finden der das bei einer Bestandsanlage macht – die meisten winken da direkt ab. Für einen Neukauf in ein paar Jahren würde ich R290 aber nicht ausschließen, der Markt bewegt sich da gerade.


Antwort
Markus F.
Beiträge: 17
(@kuehlraum_profi)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Horst,

das ist ein Thema das ich sehr gut nachvollziehen kann. Ich habe vor meiner Anschaffung monatelang genau solche Fragen gewälzt, und beim Kältemittel war das tatsächlich ein entscheidender Punkt.

Meine Anlage läuft mit R32, und ich bin damit bisher zufrieden. Entscheidend war für mich, dass R32 in der aktuellen F-Gase-Regulierung noch deutlich besser dasteht als R410A und dass es inzwischen viele zertifizierte Betriebe gibt die damit arbeiten. R290 war für mein Setup keine Option – ich habe den Verflüssiger außen an der Hauswand, aber die Inneneinheit hängt in einem relativ kleinen Zimmer, und da wollte ich das Thema Brennbarkeit einfach nicht haben.

Was die Ersatzteile betrifft: Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass man beim Hersteller direkt anfragen sollte bevor man bei irgendwelchen Händlern landet. Manche Teile wie Expansionsventile oder Dichtungssätze sind kältemittelspezifisch ausgelegt, das wird gerne unterschätzt.

Den Fachbetrieb würde ich unbedingt nach dem Zertifikat gemäß EU-Verordnung 2015/2067 fragen – das ist Pflicht für alle die mit diesen Kältemitteln umgehen. Ich habe damals zwei Betriebe gefragt bevor ich einen gefunden habe der wirklich bescheid wusste. Geduld lohnt sich da.


Antwort
KlimaPlaner55
Beiträge: 45
(@klimaplaner55)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Horst, ich sehe das etwas anders als die Vorposter – ich würde die Frage "welches Kältemittel" zunächst gar nicht so in den Vordergrund stellen.

Bevor man über Umstellung oder Neukauf nachdenkt, lohnt es sich zu prüfen ob die aktuelle Anlage überhaupt noch effizient arbeitet. Ich hatte selbst das Problem dass ein Innengerät nicht mehr richtig kühlte und hab lange gerätselt woran es liegt – am Ende war Kältemittelmangel ein Symptom, nicht die Ursache (dazu hab ich hier auch was geschrieben: Multisplit: Außengerät läuft, aber nur 1 von 3 Innengeräten kühlt noch).

Zum Kältemittel selbst: R32 halte ich für die realistischere Wahl für Bestandsanlagen, schon allein weil die Infrastruktur an Betrieben und Ersatzteilen steht. R290 in einem Keller klingt für mich nach einem Szenario das du wirklich nur mit einem sehr spezialisierten Betrieb angehen solltest – da gibt es Mindestanforderungen an die Raumlüftung die oft unterschätzt werden. Ich würde da nicht leichtfertig ran.


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