Guten Tag zusammen,
ich habe meine Split-Klimaanlage jetzt seit gut zwei Jahren im Betrieb und dokumentiere regelmäßig die Wartungsschritte und den Stromverbrauch. Nach der ganzen Planung bei der Installation (Wanddurchbruch, Leitungsführung, Elektrik) möchte ich jetzt noch effizienter werden.
Mein Stromversorger bietet ab September dynamische Tarife an – also Stunden mit deutlich günstigerem Strom. Meine Idee: Die Klimaanlage in den günstigen Zeitfenstern voraus-kühlen, damit sie in den teuren Stunden weniger läuft. Aber ich bin mir unsicher, wie ich das konkret umsetzt – ohne dass ich die Anlage mit irgendwelchen Fremdsystemen überfordere.
Fragen:
1. Kann ich eine Standard-Split-Anlage ohne Smart-Home-Modul mit dynamischen Tarifen verbinden, oder brauche ich ein spezielles Retrofit-Kit?
2. Welche Voraussetzungen muss die Verdrahtung erfüllen, wenn ich später noch ein Steuermodul nachrüsten will?
3. Hat jemand Erfahrung mit der thermischen Speicherung – also wie lange kühlt ein Raum wirklich nach?
Ich bin methodisch, arbeite gerne mit Tabellen und Messungen. Freue mich auf fundierte Antworten.
Gerhard
Hallo Gerhard,
interessanter Ansatz! Die gute Nachricht: du brauchst nicht zwingend ein Retrofit-Kit vom Hersteller. Viele Split-Anlagen lassen sich über ein einfaches WLAN-Modul (z. B. Gledopto, Sonneman oder ähnlich) steuern, das zwischen Wandschalter und Klimaanlage geklemmt wird.
Für die Vorkühlung brauchst du aber realistisch 1,5 bis 2 Stunden Vorlauf – hängt stark von Raumgröße, Dämmung und Außentemperatur ab. Im August ist das schwierig, weil die Nächte noch warm sind und der Kühleffekt verfliegt.
Mein Tipp: Starte im September/Oktober, wenn die Differenzen größer sind. Und dokumentiere deine Verbrauchswerte – dann siehst du schnell, ob sich das rechnet.
Thomas