Moin zusammen,
ich bin gerade mitten in meinen August-Inspektionen und hab beim Verdampfer einen klassischen Verdacht: Der Kondensatablauf sieht verdächtig träge aus. Wasser läuft deutlich langsamer ab als sonst. Ich hab meine Anlage ja über MQTT automitisiert und kann jetzt nachvollziehen, dass die Kondensatmenge gestiegen ist – das System scheint ja arbeiten zu müssen, aber der Abfluss hält nicht Schritt.
Bevor ich einen Kältetechniker hole, würde ich gerne selbst prüfen, ob es nur eine Verschlammung ist. Ich kenne die grundsätzliche Konstruktion (Schlauch geht ins Freie), aber mir fehlt konkret:
1. Wie kriege ich den Schlauch zugänglich? Brauche ich Werkzeuge oder einfach geschickt rangieren?
2. Welche Haushaltsmittel oder günstigen Materialien (Druckluft, Wasser, Essig?) funktionieren ohne das System zu beschädigen?
3. Ab wann macht DIY keinen Sinn mehr – wenn z.B. die Verstopfung in den Rohren sitzt?
Hat hier jemand Erfahrung mit Eigendiagnose beim Kondensat? Freue mich auf Tipps aus der Praxis.
Markus
Danke für die Frage – genau das wollte ich auch mal klären. Ich hab mir vorgenommen, das in mein Smart-Home-Skript aufzunehmen: eine automatische Erinnerung, wenn die Anlage zu lange durchläuft ohne ausreichend Kondensat nach außen zu führen. Mit MQTT könnte man ja theoretisch einen Feuchte-Sensor tracken und warnen. Hast du so was ähnlich schon aufgebaut?
Kondensat-Verstopfung ist echt ein Klassiker im Hochsommer. Ich würde dir raten: erst mit Druckluft vorsichtig versuchen – aber maximal 2-3 bar, nicht wie beim Reifenaufpumpen. Dann destilliertes Wasser nachziehen. Wenn der Schlauch flexibel ist, kannst du ihn auch vorsichtig durchkneten. Aber definitiv: sobald Wasser zurückstaut ins Gerät, hörts auf mit Eigenreparatur.
Deine Automatisierung ist ja praktisch – nutzt du auch irgendwelche Sensoren zur Feuchteüberwachung? Beim Kondensat würde ich sagen: Schlauch immer leicht geneigt nach unten verlegen zur Entleerung, dann bleibt sowas erst gar nicht stecken. Wenn es schon verstopft ist, dann Schlauch raus, durchspülen, fertig – mehr brauchts meist nicht.
Markus, als Rentner hab ich viel Zeit für solche Sachen und mach das regelmäßig. Der Schlauch ist meist einfach zu erreichen – vorsichtig mit den Befestigungen umgehen. Ich spüle jedes Frühjahr mit lauwarmem Wasser durch, manchmal 'n paar Tropfen Essig zur Algenprävention. Aber Achtung: Wenn die Verstopfung wirklich tief sitzt oder im Inneren des Verdampfers, dann darfst du nicht herumpfuschen – da könnte Wasser eindringen und Korrosion verursachen. Lieber den Fachmann ran. Die Kosten sparen sich dir durch die regelmäßige Vorbeugung langfristig.