Moin zusammen,
ich bin jetzt seit 5 Jahren intensiv mit meiner Split-Anlage unterwegs und kümmere mich selbst um die meisten Fehlerdiagnosen und Optimierungen. Aber bei der Verdampferreinigung bin ich mir unsicher, ob ich das noch selbst hinbekommen sollte oder ob ich dafür lieber einen Fachbetrieb beauftrage.
Mein Hintergrund: Ich kenne mich mit Fehlercodes aus, kann mit dem Multimeter umgehen und habe schon kleinere Reparaturen am Kältemittelkreislauf beobachtet. Aber Verdampfer zerlegen, reinigen und wieder zusammenbauen – das ist eine andere Hausnummer. Im August läuft die Anlage auf Hochtouren, und mir ist aufgefallen, dass die Kühlleistung seit Juli leicht nachgelassen hat, obwohl die Stromkosten gestiegen sind. Das deutet auf einen sinkenden COP hin.
Meine Fragen: Kann ich den Verdampfer selbst ausbauen und reinigen, ohne etwas kaputtzumachen? Oder riskiere ich dabei Schäden an den Rohren oder der Elektronik? Gibt es Sicherheitsaspekte, die ich unterschätze? Und: Lohnt sich eine professionelle Reinigung wirtschaftlich, wenn die Kühlleistung deutlich abnimmt?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Harald B. hier – hab das schon bei diversen Anlagen gemacht. Die Verdampfer ausbauen geht meistens noch, aber hier fängts an, kritisch zu werden: Die Rohre sind dünn, leicht zu verbiegen, und wenn du beim Auseinandernehmen zu grob wirst, riskierst du Mikrorisse. Dann hast du ein Leck, das erst beim nächsten Vakuumieren auffällt – und das kostet dann mehr als eine professionelle Reinigung von Anfang an. Meine Faustregel: Alles, was die Dichtheit des Kreislaufs gefährdet, lass den Fachbetrieb machen. Filter und äußere Verschmutzung? Klar, selbermachen. Verdampfer? Ruf lieber an.
Ich bin noch relativ neu bei Split-Anlagen und habe das gleiche Problem wie du – nur, dass ich selbst gar nicht weiß, wie tief ich einsteigen kann. Bei meiner ersten Anlage bin ich ehrlich nervös, wenn es um die Innengerate geht. Würdest du sagen, dass die 80–150€ für den Profi im Sommer worth it sind, oder sollte ich warten bis der Herbst kommt?