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Monoblock selbst eingebaut – welche Probleme hattet ihr dabei?

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KlimaPlaner55
Beiträge: 9
Themenstarter
(@klimaplaner55)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen
[#207]

Hallo zusammen,

ich plane gerade für diesen Sommer eine Klimaanlage für mein Arbeitszimmer (ca. 18 qm, Südausrichtung, wird brutal heiß). Da ich keine Lust auf Wartezeiten beim Installateur habe und die Kosten im Rahmen halten möchte, überlege ich ein Monoblock-Gerät selbst einzubauen. Also eines von den Geräten, die man durch die Wand führt ohne kompletten Kältemittelkreislauf öffnen zu müssen.

Ich bin handwerklich nicht ungeschickt, hab schon Laminat verlegt, ne Küche aufgebaut und kleinere Elektroarbeiten gemacht. Aber mit Klimatechnik habe ich noch gar keine Erfahrung.

Meine konkreten Fragen:
- Was sind die häufigsten Probleme die aufgetaucht sind bei Leuten die sowas selbst gemacht haben?
- Worauf muss ich bei der Wanddurchführung besonders achten (Dämmung, Abdichtung)?
- Kondenswasser – wie habt ihr das gelöst, wirklich nur ein Schlauch raus oder braucht man da mehr?
- Würdet ihr es rückblickend wieder ohne Monteur machen oder lieber doch Fachmann?

Ich will das gerne noch vor dem Urlaub Ende Juli fertig haben, also wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Freue mich über ehrliche Erfahrungsberichte, nicht nur die Theorie.

Danke im Voraus!
KlimaPlaner55


6 Antworten
SplitPlaner42
Beiträge: 12
(@splitplaner42)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Ich hab mich vor zwei Jahren auch intensiv mit dem Thema beschäftigt, allerdings dann doch für eine Split-Anlage entschieden. Aber beim Monoblock ist das größte Problem in der Praxis fast immer die Wanddurchführung – zu klein gebohrt, schlecht gedämmt, und schon zieht warme Luft aus dem Außenbereich wieder rein. Das frisst die ganze Kühlleistung auf.

Das zweite klassische Problem: viele unterschätzen den Lärm. Monoblöcke sind nun mal lauter als Splits, weil Verdichter und Gebläse im Innengerät sitzen. Wenn dein Arbeitszimmer also auch zum Arbeiten mit Konzentration genutzt wird, kann das wirklich nerven.

Kondenswasser würde ich nicht unterschätzen – je nach Luftfeuchtigkeit und Betriebsstunden kann da einiges zusammenkommen. Ein simpler Ablaufschlauch nach außen reicht oft, aber der muss mit leichtem Gefälle verlegt sein, sonst staut sich das Wasser und tropft irgendwann innen raus.

Ich hab dazu übrigens mal im Thread Split-Klimaanlage selbst montieren – was muss ich wirklich beachten? mitgeschrieben, da gings zwar um Split, aber einige Grundprinzipien gelten genauso.


Antwort
KlausReinhardt
Beiträge: 18
(@klausreinhardt)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Hab letztes Jahr einen Monoblock von einem bekannten Hersteller selbst eingebaut, 12.000 BTU, Wohnzimmer ca. 22 qm.

Konkrete Probleme die aufgetaucht sind:

1. Kernbohrung: Ich hab mit einer normalen Bohrkrone angefangen – das war ein Fehler. Stahlbeton, Bohrer überhitzt, zwei Stunden für 20 cm. Für alle die sowas planen: entweder Kernbohrservice beauftragen oder zumindest die richtige Ausrüstung haben.

2. Abdichtung Wanddurchführung: Die mitgelieferten Schaumstoffmanschetten taugen nichts. Im ersten Sommer hatte ich spürbare Wärmebrücke und leichten Zuglufteffekt wenn der Wind von der Seite kam. Hab das dann mit Bauschaum und zusätzlicher EPDM-Manschette nachgebessert.

3. Kondensat: Reicht ein Schlauch, ja. Aber unbedingt auf genug Gefälle achten wie schon gesagt. Bei mir läuft das problemlos ab.

Würde ich's wieder so machen? Ja, ohne zu zögern. Elektrisch ist ein Monoblock simpel (normaler 230V Anschluss), kein Kältemittel-Zeug, kein F-Gas-Zertifikat notwendig. Für Heimwerker die etwas Erfahrung haben definitiv machbar.


Antwort
Markus_K_1988
Beiträge: 21
(@markus_k_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Ich seh das etwas anders als KlausReinhardt oben – würde ich wieder machen ist halt relativ. Kommt sehr auf den Gerätetyp an.

Ich hab beim Heizen mit meiner Anlage gemerkt wie wichtig die Gesamtplanung ist (hab dazu auch diesen Thread mitverfolgt). Beim Monoblock speziell: die Effizienz ist generell deutlich schlechter als bei einer Split-Anlage, weil das Gerät Abwärme teilweise wieder in den Raum abstrahlt. Bei 18 qm Südausrichtung wie du beschreibst könnte das im Hochsommer ein echtes Problem werden – das Gerät arbeitet gegen sich selbst sozusagen.

Mein Rat: schau dir vor dem Kauf unbedingt den EER-Wert an und vergleich mit einem vergleichbaren Split. Wenn der Unterschied groß ist, lohnt vielleicht doch die Fachinstallation mit Split, auch wenn du jetzt mehr zahlst.


Antwort
Markus-Breitner
Beiträge: 14
(@markus-breitner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Tagen

Das Thema Dichtheit ist aus meiner Sicht wirklich nicht zu unterschätzen. Ich arbeite regelmäßig mit Kältetechnik und hab schon gesehen was passiert wenn Wanddurchführungen pfuschig gemacht werden – nicht nur thermisch, sondern auch Feuchtigkeit die in die Wand zieht und nach ein, zwei Jahren Schimmelprobleme macht.

Beim Monoblock ist das Risiko geringer als beim Split (kein Kältemittelkreislauf draußen), aber die Wanddurchführung bleibt eine potenzielle Schwachstelle. Ich würde empfehlen: zuerst mit einem Feuchtigkeitsmessgerät nach der Montage prüfen ob die Abdichtung wirklich sitzt, und nicht erst wenn der Schaden sichtbar ist.

Sonst ist Monoblock-Selbstmontage tatsächlich legal und für Heimwerker geeignet – keine F-Gas-Problematik. Hab dazu auch im Wartungsbereich etwas geschrieben, was man später nicht vernachlässigen sollte: Kältetechniker-Inspektion: Was kann der, was ich nicht kann?


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