Moin zusammen,
bin gerade dabei, die Wirtschaftlichkeit meiner Split-Anlage neu zu durchdenken. Ich habe vor ein paar Monaten eine selbstgebaute Beschattungskonstruktion für mein Außengerät installiert – kostet mich knapp 180 Euro Material gerechnet – und messe seitdem per Energiemonitor genau mit.
Bislang hatte ich eine On/Off-Anlage (SEER ~3,5), jetzt überlege ich, auf ein modernes Inverter-Gerät (SEER 5,0+) zu wechseln. Der aktuelle COP mit Beschattung liegt bei meinen Messungen bei etwa 4,2 im Sommer – das ist deutlich besser als ohne (damals 3,1). Aber ob sich ein kompletter Gerätwechsel lohnt, kann ich rechnerisch schwer einschätzen.
Meine Frage: Wie kalkuliert ihr so etwas realistisch? Ich habe einen durchschnittlichen Stromtarif von 32 ct/kWh und nutze die Anlage von Juni bis September täglich etwa 6–8 Stunden. Wie viele Jahre dauert es eigentlich, bis sich ein ~1.500 Euro Inverter-Gerät gegenüber meiner aktuellen Optimierungsstrategie amortisiert?
Hat jemand ähnliche Messreihen gemacht oder kann mir bei der Rechnung helfen? Bin gespannt auf echte Zahlen aus eurer Praxis.
Interessant, dass du dich damit so detailliert auseinandersetzt! Ich habe bei meiner Auswahl damals anders gerechnet und bin zu einem anderen Ergebnis gekommen – vielleicht hilft dir mein Ansatz weiter.
Ich habe nicht nur Stromkosten, sondern auch Komfort und Laufruhe einkalkuliert. Mein Inverter-Gerät (SEER 5,1) läuft im Sommer deutlich ruhiger und gleichmäßiger als On/Off-Systeme. Das ist für mich auch wert. Aber bei der reinen Kostenrechnung: Deine Beschattung ist tatsächlich eine extrem intelligente Lösung – der thermische Wirkungsgrad des Außengeräts steigt damit massiv.
Wenn ich ehrlich bin, würde ich nicht automatisch wechseln. Stattdessen: Vergleich deinen echten Jahresstromverbrauch mit dem eines SEER-5.0-Geräts bei identischer Auslastung und Beschattung. Die Differenz × 32 ct ÷ Gerätekosten = echte Payback-Zeit. Meine Vermutung: Mit deiner DIY-Optimierung brauchst du den Wechsel nicht so schnell.