Hallo zusammen,
ich bin gerade in der Planungsphase für meine 65-qm-Wohnung und lese überall unterschiedliche Aussagen zum Stromverbrauch. Meine ursprüngliche Idee war eine mobile Klimaanlage, weil ich als Mieter keine Wanddurchbrüche machen darf – aber jetzt habe ich meinen Vermieter gefragt und der erlaubt mir tatsächlich eine Split-Anlage, wenn ich alles fachgerecht installiere und die Rohre geschickt führe.
Aber jetzt bin ich verunsichert: Wie viel Stromverbrauch liegt denn wirklich im Bereich des Normalen? Eine mobile Monoblock mit Abluftschlauch kostet im Betrieb mehr, das weiß ich – aber um wie viel sprechen wir da wirklich? Und lohnt sich eine Split-Anlage mit Inverter-Technologie bei mir wirklich, oder zahle ich da zu viel für marginale Ersparnis?
Hat jemand konkrete Erfahrungen, wie lange so eine Split-Klimaanlage (z.B. SEER 5,5) in meinem Raumklima ungefähr läuft und was das bei durchschnittlichem Juli-Wetter auf der Stromrechnung ausmacht? Gibt es da Richtwerte, auf die ich hinarbeiten sollte?
Danke schon mal!
Ich beschäftige mich gerade auch mit so ähnlichen Fragen für mein Reihenhaus. Die Rohrleitungsdimensionierung und die Wanddurchbrüche sind ja eine Sache, aber genau wie du interessiert mich auch die Kostenrechnung dahinter.
Für deine 65 m² würde ich mit einer 2,0-kW-Einheit planen – alles drüber ist Overkill und verschlechtert sogar die Effizienz bei Teillast. Die Inverter-Technologie bringt dir da echt was: Das Gerät regelt die Drehzahl des Kompressors nach unten, wenn es nicht maximal kühlen muss. Das ist der Unterschied zwischen on/off und stufenlosen Betrieb.
Realistisch: Eine Split mit Inverter (SEER 5,5–6,0) kostet dich im Normaljuli wahrscheinlich 25–35 EUR pro Monat, bei mobilen Monoblöcken sind es eher 50–70 EUR. Die Differenz holt ne Split-Anlage bei den Anschaffungskosten schnell wieder rein, wenn die Nutzungsdauer stimmt.
Ich würde das parallel mit der Planung deiner Wanddurchbrüche durchdenken – guter Zeitpunkt jetzt im Sommer.
Der Unterschied ist wirklich messbar, wenn du entsprechend monitoren kannst. Ich hab meine Split-Anlage vor kurzem mit Energiemonitoring und MQTT-Integration ausgestattet – man sieht live, wie der Stromfluss läuft.
Bei mir zeigt sich: Im intelligenten Teillastbetrieb (also wenn die Inverter richtig arbeitet und nicht ständig hoch- und runtertaktet) fahr ich tatsächlich auf den beworbenen SEER-Werten nah ran, teilweise 70–85 %. Das ist völlig normal und nicht mal schlecht.
Mobile Geräte: Da spielt die Abluftführung ne große Rolle – wenn dein Schlauch lang ist oder geknickt liegt, steigt der Stromverbrauch schnell um 10–15 %. Hinzu kommt die schlechte Isolierung des Geräts selbst.
Mein Rat: Nimm die Split, nutze eine intelligente Steuerung (auch ohne IoT funktioniert's, aber mit App hast du bessere Kontrolle), und setz eine realistische Solltemperatur – 24°C statt 20°C spart dir locker 30 % ein, ohne dass du's merkst.
Gute Frage! Also, kurz gesagt: Eine Split mit Inverter-Technologie wird dir bei gleichem Komfort deutlich günstiger kommen als ne mobile Unit mit Abluft.
Bei ner 65er Wohnung mit normaler Südausrichtung und Isolierung brauchst du grob 2,0–2,5 kW Kühlleistung. Eine gute Split (SEER ~5,5) rechnet man mit etwa 400–600 Wh pro Stunde im Dauerbetrieb – aber die läuft ja nicht konstant, eher intermittierend. Im Juli bei dir vielleicht 4–6 Stunden am Tag aktive Kühlzeit, der Rest Standby.
Eine mobile Monoblock? Die frisst dir schnell 900–1200 Wh/h und läuft wegen der schlechteren Effizienz auch viel länger. Plus: Der Abluftschlauch ist ein Energieleck – warm abgesaugte Luft kostet dich.
Mein Tipp: Lass dich nicht von den Herstellerangaben blenden. Der SEER-Wert ist Laborstandard. In Wirklichkeit schaffst du maybe 70–80 % davon. Aber selbst dann liegt ne Split weit vorne.
Zu deinem Vermieter: Prima, dass er zustimmt! Dann bau dir was Solides – spart dir auf lange Sicht ne Menge.