Für eine Standard-2,5-kW-Split-Einheit mit den üblichen Leitungsdurchmessern reicht in der Regel ein Kernloch von 65–70 mm. Mit 80 mm bist du auf der sicheren Seite, vor allem wenn noch ein Kondensatschlauch und ein Kabel durchsollen – das wird enger als man denkt, wenn alles ordentlich gebogen und isoliert ist.
Spezielle Wanddurchführungssets gibt es von verschiedenen Herstellern (z.B. von Klimaworld oder Airfit), die haben eine Außenblende, Innenblende und ein Kunststoffrohr für den Durchgang. Baumarkt-Wandrohre gehen theoretisch auch, aber die Sets sind sauberer und dichten besser ab, weil sie auf Kältemittelleitungen abgestimmt sind.
Zur Abdichtung: Bauschaum ist keine gute Idee direkt um die Kältemittelleitungen herum – der kann langfristig die Isolierung der Leitungen beschädigen und ist schwierig zu korrigieren. Besser: das Wandrohr einsetzen, Leitungen durchführen, und den Ringspalt zwischen Wandrohr und Mauerwerk mit Mineralwolle oder einem speziellen Brandschutz-/Dichtstopfen ausstopfen, dann außen und innen mit dauerelastischem Acryl oder Silikon abschließen. Auf leichte Neigung nach außen achten (ca. 1–2° Gefälle), damit kein Wasser in die Wand läuft.