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R290 im DIY-Selbstbau: Wie sicher ist das wirklich?

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FrankBerger
Beiträge: 28
Themenstarter
(@frankberger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#81]

Moin zusammen, ich bin bei meinen Recherchen zur nächsten Klimaanlage auf das Thema natürliche Kältemittel R290 gestoßen und hab mich gefragt, ob man so etwas auch selbst bauen könnte – zumal ich ja schon Erfahrung mit meiner Split-Anlage habe.

Mein Setup damals lief super: Vakuumieren, Rohre verlegt, Inbetriebnahme ohne Probleme. Aber bei R290 bin ich ehrlich gesagt unsicher. Das Zeug ist ja brennbar, und ich möchte absolut keine Sicherheitsrisiken eingehen – nicht bei mir zu Hause und schon gar nicht für die Familie.

Meine Fragen:
1. Wie unterscheidet sich die Handhabung von R290 gegenüber R410A bei der Installation? Braucht man andere Werkzeuge oder besondere Vorsichtsmaßnahmen?
2. Ist das überhaupt legal in Deutschland, wenn ich das selbst befülle und inbetriebnahme?
3. GWP-Werte verstehe ich – R290 ist natürlich besser als F-Gase. Aber: Überwiegt der ökologische Vorteil das Sicherheitsrisiko beim DIY?

Ich bin nicht abgeneigt, das für eine neue Anlage von einem Fachbetrieb machen zu lassen. Nur vorher würde ich gerne verstehen, was da passiert und ob meine alte Erfahrung mir hilft oder schadet.


3 Antworten
Gerhard_1954
Beiträge: 30
(@gerhard_1954)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Frank, sehr verantwortungsvoll, dass du vorher fragst.

Ich habe mich bei meiner Planung auch intensiv mit den Sicherheitsvorgaben auseinandergesetzt – und bei R290 würde ich strikt abraten vom Selbstbau. Das ist nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine versicherungs- und haftungsrechtliche. Wenn später etwas passiert, haftest du, nicht die Anlage.

Beim Fachbetrieb: Der hat die Zertifikation, die richtigen Werkzeuge und die Dokumentation. Das kostet ein paar Euro mehr bei der Installation, spart dir aber erhebliche Kopfschmerzen. Nach meinen Recherchen für meine Anlage: Der Kostenvorteil eines DIY bei R290 ist minimal, der Sicherheitsrisiko aber real.


Antwort
KlimaPlaner55
Beiträge: 45
(@klimaplaner55)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist eine gute und wichtige Frage, Frank. R290 ist wirklich ein anderes Kaliber – nicht nur technisch, sondern auch rechtlich und sicherheitsmäßig.

Zur Klarheit: Bei R290 greift die PrüfV (Chemikalienverbotsverordnung) und speziell die Bestimmungen zu brennbaren Kältemitteln. Die Befüllung darfst du – wenn überhaupt – nur unter ganz bestimmten Bedingungen selbst vornehmen, und die Anlage muss speziell für R290 ausgelegt sein. Das ist nicht einfach R410A gegen R290 tauschen.

Deine Erfahrung mit Vakuumieren und Rohrleitungen hilft dir beim Verständnis. Aber bei R290 brauchst du:
- Spezielle Druckmessgeräte (nicht beliebig)
- Kleinere Befüllungsmengen (höheres Fehlerrisiko)
- Besondere Sorgfalt bei Dichtheitsprüfung
- Ggf. spezielle Lagerbedingungen für die Flasche

Mein Rat: Lass es den Fachbetrieb mit der entsprechenden Zertifizierung machen. Die Umweltaspekte sind super – aber nicht auf Kosten deiner Sicherheit. Nach meinen drei Jahren Selbstinstallation kann ich dir auch sagen: Es gibt Grenzen beim DIY, und Kältemittel mit Flammenpotenzial ist eine davon.


Antwort
Lena-Hoffmann
Beiträge: 24
(@lena-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Frank, bei mir steht die Split-Anlage jetzt ein halbes Jahr und ich habe mich gerade in dein Thread hier verfallen – weil es genau meine Frage ist: Wie viel darf ich selbst machen, ohne dass es gefährlich wird?

Bei R290 würde ich ganz ehrlich sagen: Lass es den Fachmann machen. Das ist nicht wie eine R410A-Anlage mit ein paar Extra-Vorsichtsmaßnahmen. Das Zeug ist brennbar, die Befüllung braucht spezielle Waagen und Verfahren, und selbst kleine Lecks können problematisch werden. Und rechtlich – soweit ich weiß – darfst du die Anlage selbst befüllen nur unter bestimmten Bedingungen.

Bei mir persönlich: Ich kümmere mich um Filter, Wartung, Bedienung – alles selbst. Aber die Kältemittelseite? Da rufe ich den Techniker. Nicht weil ich es nicht könnte, sondern weil die Konsequenzen bei Fehlern zu hoch sind. Das ist meine Grenze.


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