Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine erste Split-Klimaanlage für meine 65-qm-Wohnung einzuplanen und beschäftige mich parallel auch mit dem Thema Automatisierung. Dabei bin ich auf die Frage gestoßen, wie man Zeitpläne und Szenen bei mobilen oder auch bei Split-Systemen so programmiert, dass man wirklich Strom spart und nicht nur herumspielt.
Meine Überlegung: Ich könnte ja z.B. die Anlage so einstellen, dass sie schon eine halbe Stunde vor meiner Heimkunft vom Homeoffice anfängt zu kühlen, damit es angenehm ist – oder morgens früher hochfährt als sonst. Aber ich frage mich, ob das überhaupt rechnet, oder ob man da eher zu viel Energie verschleudert?
Wo macht es Sinn, Szenen zu nutzen? Gibt es Erfahrungswerte, welche Zeitpläne in der Praxis funktionieren? Und sollte ich vielleicht eher auf Sensoren setzen (z.B. Bewegungsmelder oder Türkontakt), um die Anlage intelligent zu steuern?
Freue mich auf eure Tipps!
Hey KlimaPlaner92,
genau das ist auch mein Thema gerade – ich hatte schon zwei Threads zur Split-Auslegung aufgemacht und bin jetzt beim Smart-Home-Setup. Das Voraus-Kühlen ist definitiv sinnvoll, aber der Teufel steckt im Detail.
Bei meinem Homeoffice habe ich festgestellt: Eine konstante Temperatur über Inverter ist deutlich effizienter als immer wieder An/Aus. Wenn ich die Anlage mit 20 Minuten Vorlauf hochfahre, fährt der Inverter sanft hoch, statt dann vollgas reinzufahren – das spart tatsächlich ein paar Prozent des SEER-Wertes.
Zeitpläne allein sind aber starr. Besser: Kombination aus Zeitplan + Temperatur-Sensor. Wenn ich z.B. morgens schon unter 24°C bin, braucht die Anlage nicht früher starten. Das erspart mir locker 10–15% im Monat.
Sensoren (Bewegung, Türkontakt) würde ich eher für Multisplit-Systeme nutzen, um einzelne Räume zu deaktivieren. Bei einer Mono-Split ist der Aufwand höher als der Nutzen.
Welcher SEER-Wert ist denn bei deiner geplanten Anlage vorgesehen?
Kurze Antwort: Ja, Zeitpläne lohnen sich, aber nur wenn du sie auf dein echtes Verhalten abstimmst, nicht auf Theorie.
Ich hab nach meiner Installation gelernt, dass es weniger um Szenen geht und mehr um die richtige Einstellung der Komforttemperatur. Mein Fehler war, jede halbe Stunde ne andere Szene zu programmieren – totaler Overkill. Jetzt nutze ich einfach morgens und abends je eine feste Szene, und tagsüber läuft die Anlage im eco-Modus mit Dauertemperatur. Das ist simpler und spart tatsächlich Strom.
Hinzu kommt: Die meisten Hersteller-Apps haben lahme Zeitpläne. Wenn du wirklich intelligent steuern willst, schau dir eher Home Assistant oder MQTT an – da hast du echte Flexibilität.
Wartung nicht vergessen beim ganzen Setup – Filter gerade im Sommer regelmäßig kontrollieren.