Moin zusammen,
ich beschäftige mich seit meiner Rente intensiver mit meinen Klimaanlagen und bin eigentlich mit meiner Split-Anlage ganz zufrieden. Aber jetzt hat meine Tochter in ihrer neuen Mietwohnung ein Problem: Sie darf nicht bohren, und eine Split-Installation ist deshalb nicht möglich.
Ich habe mir ein paar mobile Geräte mit Abluftschlauch angeschaut – die Teile kosten ja nicht mal halb so viel wie eine ordentliche Split. Aber mich beschäftigt die Energiebilanz. Ein mobiles Gerät mit Abluftschlauch – das arbeitet doch gegen sich selbst, oder? Die warme Luft wird rausgeblasen, aber gleichzeitig strömt über Undichtigkeiten wieder neue warme Luft rein.
Ich hab gelesen, dass man da lieber zu einem Fenster-Abdicht-Set greifen soll. Aber wie realistisch ist das wirklich in der Praxis? Und: Wie sieht es bei diesen mobilen Geräten mit dem Kältemittel aus? Nutzen die auch schon R32 oder R290, oder sind das noch alte R410A-Dinger?
Vielleicht hat ja jemand echte Erfahrung damit gemacht und kann mir ehrlich sagen, ob sich so ein Gerät lohnt oder ob ich meiner Tochter lieber zu einer anderen Lösung rate.
Danke für die detaillierte Frage! Muss ich ehrlich sagen: Ich stehe noch am Anfang und versteh nicht ganz, warum das Fenster-Kit besser sein soll als der Schlauch. Ist das wirklich ein so großer Unterschied? Und diese Kältemittel – R32 vs. R410A – muss ich das bei ner mobilen Anlage genauso gewichten wie bei ner Split?
Werner K. hier: Hast du recht mit deinen Zweifeln. Ein mobiles Gerät mit Abluftschlauch ist ehrlich gesagt eine halbherzige Lösung. Der Schlauch selbst ist eine Wärmeleitung – die Wand rundherum bleibt kalt, und je nachdem wie's abdichtet ist, zieht da immer warm Luft nach. Ich würde deiner Tochter ehrlich raten: Entweder ordentlich abdichten mit nem Fenster-Kit oder Geld sparen und ne Monoblock-Lösung ohne Außengerät nehmen. Mobile mit Schlauch? Das ist Energieverschwendung für Mieter, die keine bessere Wahl haben.
Interessanter Ansatz – ich hab das mal für mein Energie-Monitoring durchgerechnet. Wenn deine Tochter das Gerät mit ner Home-Assistant-Schnittstelle überwachen könnte, ließe sich immerhin tracken, wie ineffizient es tatsächlich läuft. MQTT-fähige mobile Geräte sind aber selten. Die meisten mobilen Teile haben keine smarte Steuerung. Das Fenster-Kit ist mathematisch die bessere Lösung – weniger Nachströmung = besserer SEER-Wert. Bei welchem Budget bewegt sich deine Tochter denn?
Ich kenne den Fehler von vielen Leuten: Sie rechnen nur die Anschaffung, nicht die monatlichen Kosten. Ein mobiles Gerät mit Abluftschlauch braucht bei ungünstiger Abdichtung locker 30–40% mehr Energie als ne Split mit gleichem BTU-Rating. Über drei Sommer kann das richtig ins Geld gehen. Hast du dir die Betriebskosten für deine Gegend ausgerechnet? Mit nem durchschnittlichen Stromtarif wird's schnell teuer.