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SEER-Wert im Alltag wirklich ausschöpfen – wie macht ihr das?

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Markus_1989
Beiträge: 16
Themenstarter
(@markus_1989)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#216]

Hallo zusammen,

ich arbeite Vollzeit und bin meist erst abends zuhause. Die Klimaanlage läuft bei mir also hauptsächlich abends und nachts, manchmal stell ich sie morgens kurz an bevor ich zur Arbeit gehe. Jetzt frage ich mich, ob ich damit eigentlich den SEER-Wert der Anlage überhaupt sinnvoll nutze oder ob ich damit eher ineffizient unterwegs bin.

Meine Split-Klimaanlage hat laut Datenblatt einen SEER von 6,8 – klingt gut, aber ich bezweifle dass ich den im realen Betrieb auch annähernd erreiche. Im Sommer läuft die Anlage teils nur 2-3 Stunden am Tag, dann wieder gar nicht, dann wieder auf Hochtouren wenn es wirklich heiß ist. Macht es aus Effizienzgründen mehr Sinn, sie auf niedrigerer Stufe dauerhaft laufen zu lassen statt immer wieder ein- und auszuschalten?

Außerdem frage ich mich welcher Betriebsmodus wirklich der sparsamste ist. Eco-Modus, Auto-Temperatur, oder manuell auf einem fixen Wert halten? Bei mir ist die Solltemperatur aktuell auf 24 Grad eingestellt, aber ich bin mir nicht sicher ob das optimal ist.

Hat jemand Erfahrung damit, wie man den SEER-Wert im Alltag tatsächlich ausnutzt und nicht nur auf dem Papier hat? Bin für jeden Tipp dankbar, der sich konkret auf die Betriebskosten auswirkt.


3 Antworten
Markus B.
Beiträge: 29
(@kuehlerkopf21)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin zwar auch noch ziemlich neu bei dem Thema, aber ich hab mich die letzten Wochen intensiv eingelesen. Was ich bisher verstanden habe: der SEER-Wert ist ein Durchschnitt über verschiedene Teillastbereiche, also misst er eigentlich genau das, was du beschreibst – nicht immer Volllast, sondern mal mehr mal weniger. Die Inverter-Technologie hilft da wirklich, weil der Kompressor nicht ständig an und aus geht sondern die Drehzahl anpasst. Dauerbetrieb auf niedriger Stufe ist tatsächlich effizienter als kurze Vollastphasen, das hab ich aus mehreren Quellen so gelesen. Bin gespannt was die erfahreneren Nutzer hier dazu sagen.


Antwort
R.Beckmann
Beiträge: 19
(@r-beckmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ehrlich gesagt bin ich bei diesen SEER-Angaben immer noch skeptisch, egal ob Split oder Monoblock. Die 6,8 werden unter Laborbedingungen gemessen, im realen Betrieb – besonders wenn die Anlage nur abends läuft und zwischendurch komplett aus ist – sieht das in der Praxis meistens deutlich nüchterner aus. Würd mir an deiner Stelle einfach mal nen günstigen Zwischenstecker-Stromzähler holen und zwei Wochen mitloggen. Zahlen lügen nicht, Hochglanzprospekte schon.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 18
(@kuehlprofi_73)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ja, da kann ich aus eigener Erfahrung was zu sagen. Dauerbetrieb auf niedrigerer Stufe schlägt in der Regel kurze Vollastphasen deutlich – genau das ist ja der Witz der Inverter-Technologie. Der Kompressor bleibt im optimalen Wirkungsgradbereich wenn er nicht ständig hochläuft und wieder stoppt. Ich hab das bei mir mit einem Stromzähler nachgemessen, COP-Wert im Realbetrieb messen – wie geht ihr das an? – da findet sich auch ein Thread dazu hier im Forum.

Zur Temperatur: 24 Grad ist eigentlich ein guter Kompromiss. Jedes Grad tiefer kostet spürbar mehr Strom, grob 6-8% pro Grad je nach Außentemperatur. Was ich bei mir gemerkt habe: Beschattung der Fensterflächen tagsüber bringt abends fast mehr als jede Optimierung an der Anlage selbst. Hab das im Rolladenthread auch schon kurz angesprochen.

Eco-Modus ist bei den meisten Herstellern schlicht ein erhöhter Sollwert plus gedrosselte Lüfterdrehzahl – klingt sparsam, ist aber oft nur Marketing. Manuell auf 24-25 Grad festsetzen und gut ist.


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