Hallo zusammen,
ich plane gerade ernsthaft die Anschaffung einer Split-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion für unser Einfamilienhaus. Der Gedanke dahinter: Im Sommer kühlen, im Winter günstig heizen – klingt erstmal gut. Jetzt lese ich überall, dass man dafür theoretisch Fördergelder vom BAFA oder der KfW bekommen kann, aber so richtig durchblicken tu ich da nicht.
Mich würde konkret interessieren: Hat hier jemand 2024 tatsächlich einen Zuschuss bekommen – und wenn ja, über welches Programm? Ich stolpere ständig über die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude), aber da scheint es sehr auf den Einzelfall anzukommen. Zählt eine Split-Anlage überhaupt als 'Wärmepumpe' im Sinne der Förderbedingungen, oder muss das zwingend eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Heizkreisanbindung sein?
Welche Unterlagen habt ihr eingereicht? Brauchte man einen Energieberater dafür, oder geht das ohne? Und was war mit dem SCOP-Wert – gab es da eine Mindestanforderung, die das Gerät erfüllen musste?
Ich frage jetzt im Juni, weil ich das Ganze noch vor dem Herbst abgeschlossen haben möchte, damit wir den ersten Winter mit dem Teil testen können. Wäre super wenn jemand konkrete Erfahrungen aus 2024 teilen kann, nicht nur Theorie.
Danke schon mal,
Markus
Ich hatte 2024 einen ähnlichen Fall bei nem Bekannten begleitet. Kurz gesagt: Für eine reine Split-Klimaanlage ohne Heizkreiseinbindung gab's nichts vom BAFA. Ende der Geschichte. KfW-Kredit wäre theoretisch möglich gewesen (Programm 261), aber der Zinssatz war zu dem Zeitpunkt nicht mehr attraktiv genug.
Ich seh das etwas anders als Felix oben – also nicht komplett, aber ein bisschen.
Es gibt tatsächlich Fälle wo Luft-Luft-Wärmepumpen gefördert wurden, aber das war meistens über kommunale Programme oder Landesförderungen, nicht direkt BAFA BEG. Das variiert extrem je nach Bundesland. In Bayern z.B. gab es 2023/24 zusätzliche Töpfe für genau solche Geräte.
Ich hab selbst letztes Jahr ne neue Anlage fürs Wohnzimmer gerechnet (damals auch intensiv mit der Kühlleistungs-Thematik beschäftigt), und bin am Ende ohne Förderung geblieben, weil der Aufwand mit Energieberater einfach die potenzielle Förderung fast aufgefressen hätte. Bei nem günstigen 2,5-kW-Gerät macht das keinen Sinn. Wenn du aber eine größere Anlage für mehrere Räume planst, kann sich das trotzdem lohnen.
Frag also unbedingt auch bei deiner Gemeinde oder dem zuständigen Landkreis nach – die wissen manchmal von Programmen die nirgendwo groß beworben werden.
Kurze Antwort vorweg: Eine reine Split-Klimaanlage bekommst du über die BEG EG (Einzelmaßnahmen) nur sehr schwer gefördert, weil BAFA da mittlerweile ziemlich klar zwischen Luft-Luft-Wärmepumpen (also Split-Anlagen) und Luft-Wasser-Systemen unterscheidet. Die klassische Split-Anlage, die nur Raumluft umwälzt ohne Heizkreisanbindung, fällt meistens raus.
Ich hab mich 2024 selbst damit beschäftigt, weil ich für meine Steuerung (ich bastel ja viel mit MQTT und Smart Home, siehe auch meinen Thread zu lokaler MQTT-Steuerung) ohnehin wissen wollte welche Geräte infrage kommen. Das Ergebnis war ernüchternd: Ohne Energieberater (iSFP oder ähnliches) läuft da bei der BEG gar nichts, und der SCOP muss mindestens 2,5 bei A7/W35 sein – aber das ist ja bei Luft-Luft-Systemen schwer nachzuweisen weil die Norm da anders greift.
Mein Tipp: Ruf direkt bei der BAFA-Hotline an, die sind eigentlich ganz auskunftsfreudig und können dir sagen ob dein konkretes Gerät förderfähig wäre. Nicht auf irgendwelche Foren verlassen – da kursieren zu viele veraltete Infos.