Ich hab selbst ne ähnliche Situation, Südfassade, viel Glas, und kann sagen: das Gerät was ich anfangs hatte war auch dauerhaft am Rennen. Hab dann aufgerüstet auf einen Inverter mit etwas mehr Reserve und der Unterschied beim Verbrauch war spürbar – nicht riesig, aber messbar. Wichtig ist auch: schau mal nach ob das Außengerät gut steht, also nicht in der prallen Sonne oder eingebaut wo keine Luft rankommt. Das frisst auch ordentlich Effizienz. Monoblock selbst eingebaut – welche Probleme hattet ihr dabei? – da ging's zwar um Monoblöcke aber die Aufstellthematik ist dieselbe. Wenn alles passt und du trotzdem das Gefühl hast dass es zuviel ist, würd ich einen Fachbetrieb die Anlage einmal durchchecken lassen, manchmal stimmt der Kältemitteldruck nicht und dann läuft alles ineffizient.
Kurz gesagt: Ja, ein dauerhaft auf Volllast laufendes Gerät verbraucht in der Praxis mehr als eines das modulieren kann. Der theoretische Gedanke "gleiche Kühlarbeit = gleicher Strom" stimmt nur wenn beide Geräte gleich effizient wären – sind sie aber nicht.
Bei einem On/Off-Kompressor hast du das Problem der Anlaufströme. Jedes Mal wenn der Kompressor startet zieht er kurz deutlich mehr Strom als im Betrieb. Wenn das Gerät kaum Pausen hat weil es eh schon grenzwertig ausgelegt ist, fällt das weniger ins Gewicht, aber die Effizienz im Vollastbetrieb ist trotzdem schlechter als bei einem Inverter der bei 60-70% Leistung summiert. Ein ordentlich ausgelegtes Invertergerät würde bei eurer Konstellation einfach auf 80% Leistung runterdrosseln und dabei einen deutlich besseren COP fahren. Das ist der eigentliche Unterschied.