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Klimaanlage für Altbau – Split oder Monoblock, was lohnt sich wirklich?

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Markus-Breitner
Beiträge: 60
Themenstarter
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#138]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer Entscheidung und komme einfach nicht weiter. Wir haben eine Altbauwohnung, Baujahr ca. 1960, keine Kerndämmung, Fenster wurden vor etwa 10 Jahren erneuert. Das Wohnzimmer geht nach Süden, ca. 28 qm, und im Sommer ist da wirklich die Hölle los – letztes Jahr hatten wir tagelang über 34 Grad im Raum.

Jetzt möchte ich endlich was tun, bevor der Sommer 2026 wieder voll reinknallt. Die Frage ist: lohnt sich wirklich eine Split-Anlage oder reicht ein guter Monoblock? Ich habe gelesen, dass Monoblöcke durch den Abluftschlauch eigentlich immer Probleme haben, weil Warmluft durch die Undichtigkeit nachströmt. Gleichzeitig schreckt mich bei der Split-Anlage die Installation ab – Kernbohrung, Fachbetrieb, Kosten...

Mich würde konkret interessieren:
- Wie groß ist der Effizienzunterschied tatsächlich im Alltag?
- Gibt es Monoblöcke, die wirklich gut funktionieren, oder ist das immer ein Kompromiss?
- Was sollte ich bei einem Altbau speziell beachten?

Bin kein Techniker, aber ich möchte das Thema wenigstens halbwegs verstehen bevor ich Geld ausgebe. Falls jemand Erfahrung mit ähnlicher Wohnsituation hat, wäre das super.

Danke schon mal!


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3 Antworten
Markus-Breit
Beiträge: 55
(@markus-breit)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und ehrlich: Monoblock ist fast immer ein Kompromiss. Der Abluftschlauch ist das Kernproblem – egal wie gut du abdichtest, es strömt Warmluft nach. Bei 28 qm Altbau Richtung Süden wirst du damit kämpfen. Ich hab selbst länger gebraucht um das zu verstehen, aber die Physik lässt sich nicht austricksen.

Der Effizienzunterschied ist im Alltag spürbar. Ein guter Inverter-Split mit SEER 6+ kühlt denselben Raum bei deutlich weniger Stromverbrauch als ein Monoblock mit SEER 3-3,5. Über einen Sommer gerechnet kommt da was zusammen.

Für deinen Altbau würde ich die Kernbohrung nicht scheuen. Einmal gemacht, hast du Ruhe. Wichtig beim Altbau: Wandstärken prüfen, manchmal gibt's überraschungen mit Hohlräumen oder alten Leitungen drin. Lass das unbedingt von jemandem machen der das kennt. Bei der Außeneinheit auch auf die Geräuschentwicklung achten – ich hab mich intensiv mit dem Thema beschäftigt, gerade bei älteren Gebäuden mit sensiblen Nachbarn wird das oft unterschätzt. Dazu gibt's hier im Forum übrigens einige hilfreiche Diskussionen.

Kurz: Split wenn irgendwie möglich, Monoblock nur als absolute Notlösung.


Antwort
SplitPlaner42
Beiträge: 55
(@splitplaner42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann Markus-Breit nur zustimmen, Monoblock hab ich selbst ausprobiert – du kannst nachlesen was dabei rausgekommen ist: Monoblock selbst eingebaut – welche Probleme hattet ihr dabei?

Kurz gesagt: für einen dauerhaft genutzten Wohnraum ist das keine echte Lösung. Schlafzimmer im Notfall vielleicht, aber 28qm Südwohnung die du täglich nutzt? Vergiss es.

Zur Installation: Die Kernbohrung klingt schlimmer als sie ist. Die meisten Fachbetriebe machen das in 2-3 Stunden, inklusive Leitungen verlegen. Kostet je nach Region 300-600 Euro für die reine Montage, dazu das Gerät. Ja ist Geld, aber du zahlst das einmal und hast dann jahrelang effiziente Kühlung statt jeden Sommer mit nem Behelfsteil rumzukämpfen.

Beim Altbau würde ich zusätzlich drauf achten: Außengerät-Stellplatz gut planen. Fassade aus den 60ern kann bei Vibrationen nervig werden, am besten entkoppelte Wandhalterung nehmen. Und vorab beim Vermieter oder der Hausverwaltung abklären ob ne Kernbohrung überhaupt genehmigt wird – das vergessen viele und ärgern sich hinterher.


Antwort
Felix-Brandt
Beiträge: 57
(@felix-brandt)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ne Spur differenzierter als die anderen hier. Monoblock pauschal als Müll abzustempeln finde ich etwas ungerecht – kommt halt auf den Anwendungsfall an.

Aber für deinen beschriebenen Fall (28qm, Südlage, Altbau, regelmäßige Nutzung) ist Split eindeutig die bessere Wahl. Da stimm ich zu.

Was ich noch ergänzen würde: Schau dir vor der Kaufentscheidung auch die Smart-Home-Anbindung an, falls das für dich relevant ist. Gerade im Altbau wo man vielleicht nicht immer zuhause ist, kann eine vernünftige Steuerung viel bringen – Anlage rechtzeitig anschmeißen bevor man nach Hause kommt, Zeitpläne etc. Ich hab mich da intensiv reingefuchst, einige Hersteller klemmen da aber bei lokaler Steuerung ohne Cloud, was auf Dauer nervig sein kann.

Zum Kältemittel: Achte beim Kauf auf R32 statt R410A, ist mittlerweile Standard bei guten Geräten und hat einen deutlich niedrigeren GWP-Wert. Macht bei Neukauf schlicht mehr Sinn auch langfristig.

Und: Lass die Auslegung nicht nur nach Raumgröße machen. Südlage mit viel Glas braucht mehr Kühlleistung als ein vergleichbarer Nordraum. Ruhig mal einen Fachbetrieb rechnen lassen, oft kostenlos.


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