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Split Klimaanlage fürs Schlafzimmer – welche Leistung reicht wirklich?

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Markus_1978
Beiträge: 34
Themenstarter
(@markus_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#137]

Hallo zusammen,

ich plane gerade für diesen Sommer endlich eine Split-Klimaanlage fürs Schlafzimmer anzuschaffen und bin ehrlich gesagt etwas überfordert von der Auswahl. Das Zimmer ist ca. 18 m², Altbau aus den 70ern, Dachgeschoss, Fenster nach Südwest. Im letzten Sommer war es dort nachts kaum aushaltbar, teilweise 29-30 Grad um Mitternacht.

Jetzt frage ich mich: Reichen 2,5 kW Kühlleistung für so ein Zimmer oder sollte ich eher auf 3,5 kW gehen? Ich hab gelesen dass die Dämmung im Altbau und die Dachfläche über dem Zimmer einen großen Unterschied machen, aber ich weiß nicht wie ich das konkret einschätzen soll.

Außerdem bin ich unsicher ob ich eine günstige Anlage um die 500-600€ nehmen soll oder lieber in ein Markengerät mit Inverter-Technologie investiere. Gibt es da bei der Effizienz wirklich so einen spürbaren Unterschied im täglichen Betrieb, oder ist das hauptsächlich Werbung?

Das Außengerät würde an der Außenwand des Hauses hängen, kein Balkon. Zur Montage: ich bin handwerklich nicht untalentiert, aber das mit dem Kältemittel muss ja ein Fachbetrieb machen, soweit ist mir das klar.

Freue mich über Erfahrungsberichte und konkrete Empfehlungen, gerne auch Modellvorschläge. Danke schon mal!


7 Antworten
Felix-Brandt
Beiträge: 57
(@felix-brandt)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Markus,

also aus eigener Erfahrung: Dachgeschoss Altbau Südwest ist wirklich eine Kombination die man nicht unterschätzen sollte. Ich hab bei mir ähnliche Verhältnisse und mit 2,5 kW wäre ich definitiv unterdimensioniert gewesen. Das Problem ist nicht nur die Raumgröße sondern die Wärmeleistung die durch die schlecht gedämmte Dachfläche reinkommt.

Bei 18 m² mit dieser Ausrichtung und Altbau würde ich mindestens 3,5 kW empfehlen, manche würden sogar 4 kW sagen. Lieber etwas Puffer einplanen – ein ordentlicher Inverter regelt ja sowieso runter wenn er nicht voll gefordert wird, der läuft dann einfach auf Teillast.

Zur Frage günstig vs. Marke: Der Inverter-Unterschied ist real. Ich hab mich damit im Fachinspektion-Thread auch etwas damit befasst – ein günstiges On/Off-Gerät läuft immer mit Volllast oder gar nicht, das kostet auf Dauer mehr Strom und ist auch lauter. Bei einem Schlafzimmer würde ich persönlich kein No-Name-Gerät nehmen, du willst ja nachts schlafen und kein Triebwerk neben dem Bett.


Antwort
Markus_K_1988
Beiträge: 57
(@markus_k_1988)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Dachgeschoss Altbau Südwest... ja da kenn ich mich aus, hab selber sowas. Heizt sich tagsüber wie ein Backofen auf und gibt die Wärme auch nachts kaum ab.

Ich würde bei deiner Sitiation auf jeden Fall 3,5 kW nehmen, lieber etwas mehr als zu wenig. Hab damals mit nem etwas zu kleinen Gerät angefangen und nachts war's immer noch warm, weil die Anlage einfach nicht nachkommt.

Bei den Geräuschen solltest du auch drauf achten – fürs Schlafzimmer ist das wirklich entscheidend. Ich hatte früher Probleme mit dem Außengerät, der Nachbar hat sich beschwert, das war unangenehm. Ich hab dazu mal was im Forum gepostet: Außengerät Balkon – Nachbar beschwert sich. Innengerät im Schlafzimmer würde ich auf maximal 25 dB(A) im Nachtbetrieb achten, das ist dann wirklich kaum zu hören.


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SplitPlaner42
Beiträge: 55
(@splitplaner42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich frag mich ob das mit dem Altbau wirklich so ein Riesenproblem ist wenn du eh vorhast die Rollläden tagsüber zu schließen. Ich hab selbst mal einen Monoblock in ähnlichen Verhältnissen getestet und der hat das Zimmer (16 m², Dachschräge, ebenfalls Südseite) ganz ordentlich runtergekühlt – aber zugegeben, ein Monoblock ist halt deutlich ineffizienter als eine ordentliche Split-Anlage.

Was ich sagen will: Wenn du schon den Aufwand betreibst eine Split-Anlage zu installieren, dann mach's gleich richtig. 3,5 kW, Inverter, A++-Gerät oder besser. Die Mehrkosten von vielleicht 150-200€ gegenüber dem günstigeren Modell amortisieren sich über die Stromkosten deutlich schneller als man denkt, gerade wenn du das Gerät auch im nächsten Sommer und übernächsten benutzt.

Und für den Schlaf ist eine Anlage die leise auf Teillast läuft einfach um Welten angenehmer als ein billiges Gerät das an/aus tackert.


Antwort
Markus-Breitner
Beiträge: 60
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich sehe das ein bisschen differenzierter als Felix.

Klar ist Dachgeschoss Südwest ungünstig, aber 18 m² sind 18 m². Ich würde nicht pauschal zu 3,5 kW raten ohne vorher eine grobe Kühllastberechnung gemacht zu haben. Da spielen Faktoren rein wie: Wie hoch ist die Raumhöhe? Gibt es Rollläden oder Außenjalousien? Sind das Dachfenster oder normale Fenster in der Außenwand?

Wenn du Außenjalousien hast oder die Fenster tagsüber konsequent abdunkelst, kann 2,5 kW schon reichen. Wenn du die Sonne tagsüber voll rein hast ohne Schutz... dann ja, lieber mehr einplanen.

Zum Thema Fachbetrieb: ich hab das bei mir auch so gemacht, Montage soweit selbst vorbereitet und dann nur die Kältemittelseite vom Techniker befüllen lassen. Hat gut funktioniert, ich hab dazu mal im Kältetechniker-Thread etwas geschrieben. Spart ein paar Euro wenn man die Vorarbeit selbst macht.


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