Seite wählen

Altbau mit schlecht...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Altbau mit schlechter Dämmung: Split oder Multisplit – was macht Sinn?

6 Beiträge
6 Benutzer
0 Reactions
29 Ansichten
SplitPlaner42
Beiträge: 55
Themenstarter
(@splitplaner42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#69]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Planung meiner ersten Split-Klimaanlage und bin ehrlich gesagt etwas überfordert von der Modellauswahl. Der Kontext: Altbau, Baujahr ca. 1965, kaum Dämmung, Fenster teilweise schon erneuert aber lange nicht passivhaustauglich. Ich möchte zwei Räume versorgen – Wohnzimmer ca. 28m² nach Südwesten, Schlafzimmer ca. 16m² nach Norden.

Meine Hauptfrage ist eigentlich: Lohnt sich da ein Multisplit-System mit einem Außengerät und zwei Innengeräten, oder wäre ich mit zwei separaten Monoblock-Geräten (also mobile Klimageräte mit Schlauch) nicht besser dran, weil der Wanddurchbruch im Altbau deutlich komplizierter ist als gedacht?

Bei einem Split müsste ich mindestens zwei Wanddurchbrüche planen, und unser Haus hat außen teilweise Naturstein – das wird laut Handwerker aufwendig. Beim Multisplit käme ich mit einer einzigen Außeneinheit aus, hätte aber dafür eine längere Rohrführung im Innenbereich.

Zusätzlich frage ich mich, ob die Kühlleistung bei einem Multisplit für beide Räume gleichzeitig ausreicht, oder ob das beim Betrieb von nur einem Innengerät ineffizienter wird als ein Einsplit.

Hat jemand Erfahrungen damit, wie unterschiedliche Hersteller (z.B. Daikin, Mitsubishi, Fujitsu) das Multisplit-Verhalten im Teillastbetrieb lösen? Und macht es bei meinem Dämmstandard überhaupt Sinn, auf eine höhere Effizienzklasse zu setzen oder verpuffe das bei den Verlusten durch die schlechte Gebäudehülle?

Vielen Dank schon mal!


5 Antworten
KlimaPlaner55
Beiträge: 45
(@klimaplaner55)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Zu deiner Frage über die Hersteller kann ich aus einer etwas anderen Perspektive was beitragen: Ich hab meine Daikin-Split in Home Assistant eingebunden und dabei viel über die Steuerungslogik gelernt. Was ich dabei bemerkt habe – Daikin kommuniziert die tatsächlichen Betriebsparameter (Leistung, Kompressorfrequenz) deutlich transparenter über die Schnittstelle als z.B. Geräte anderer Hersteller die ich verglichen habe. Das ist erstmal nur für Leute interessant die das auch monitoren wollen.

Für deinen Fall mit Altbau und Teillastbetrieb: Die Inverter-Effizienz bei Daikin Perfera oder Mitsubishi MSZ-EF war in meinen Messungen wirklich deutlich besser als beim Betrieb auf Volllast. Der Trick bei schlechter Dämmung ist eigentlich, früh genug anzufangen zu kühlen und die Anlage im Dauerbetrieb bei niedriger Drehzahl laufen zu lassen statt sie hoch zu fahren wenn's schon zu warm ist. Das schont auch die Bausubstanz ein bisschen was Temperaturschwankungen angeht.


Antwort
Markus-Breitner99
Beiträge: 21
(@markus-breitner99)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Monoblock würde ich dir ehrlich gesagt abraten. Der Wirkungsgrad ist deutlich schlechter, der Lärm im Raum nervt auf Dauer und der Abluftschlauch am Fenster ist keine dauerhaft befriedigende Lösung. Ich hab das selbst mal ausprobiert und bin schnell wieder davon weg. Wenn du einmal ordentlich installierst, hast du das dauerhaft – pfusch spare ich mir lieber am Anfang nicht.


Antwort
KlausHartmann
Beiträge: 31
(@klaushartmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo SplitPlaner42,

genau mit dieser Frage hab ich mich selbst intensiv beschäftigt, ich hab das schon mal in einem anderen Thread angesprochen. Kurz zusammengefasst was ich gelernt habe:

Multisplit klingt erstmal praktisch wegen dem einen Außengerät, aber der Haken ist die Rohrführung. Wenn du durch Natursteinwände bohrst, wird's teuer – egal ob du ein oder zwei Löcher machst. Bei Multisplit hast du dafür intern mehr Aufwand mit den Kupferleitungen.

Zu den Herstellern: Mitsubishi Electric hat meiner Meinung nach die ausgereifteste Teillaststeuerung bei Multisplit, die regeln den Inverter wirklich feinfühlig auch wenn nur ein Innengerät läuft. Daikin ist auch gut, aber die Konfiguration der Innengeräte ist etwas weniger flexibel wenn die Leistungsunterschiede zwischen den Räumen groß sind (28m² Süd vs. 16m² Nord ist schon eine deutliche Differenz).

Fujitsu kenne ich weniger aus eigener Erfahrung.

Was den Dämmstandard angeht: Du wirst mit schlechter Gebäudehülle trotzdem von Inverter profitieren, weil die Anlage dann einfach länger auf Teillast läuft statt dauernd ein- und auszuschalten. Aber rechne nicht mit den SEER-Werten aus dem Datenblatt – die sind unter Normbedingungen, nicht für deinen Altbau.


Antwort
Marcus B.
Beiträge: 22
(@filterfan_1987)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da vielleicht nicht die Expertin für Rohrleitungsplanung, aber ich lese hier interessiert mit weil ich ähnliche Überlegungen hatte. Eine Frage hätte ich noch: Habt ihr Erfahrung damit, ob bei Multisplit-Geräten die Reinigung der Innengeräte komplizierter wird wenn die Rohre länger sind? Ich frag weil mir Hygiene wichtig ist und ich nicht weiß ob das irgendwie zusammenhängt.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: