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Monoblock vs. Multisplit im Altbau – Wanddurchbruch und Leitungsführung?

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SplitPlaner42
Beiträge: 55
Themenstarter
(@splitplaner42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#70]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Entscheidung und komme irgendwie nicht weiter. Mein Altbau (Baujahr ca. 1965, kaum nachgedämmt, Ziegelmauerwerk 36cm) hat drei Räume die ich kühlen möchte: Wohnzimmer ca. 28m², Schlafzimmer ca. 18m² und ein kleines Arbeitszimmer mit 14m². Die Decken sind 2,80m hoch, nach Süden hin große Fensterflächen im Wohnzimmer.

Mein Hauptproblem ist die Leitungsführung. Die Außenwand zum Innenhof wäre ideal für ein Außengerät, aber zwischen Wohnzimmer und Außenwand liegt ein langer Flur – also müssten Kältemittelleitungen quer durch den halben Flur. Beim Multisplit hätte ich dann einen Wanddurchbruch, dafür alle Räume mit einem Außengerät abgedeckt. Beim Monoblock entfällt der Kältemittelleitungs-Aufwand, aber der Abluftschlauch ist ja auch nicht ohne und kühlt deutlich schlechter, soweit ich das verstanden habe.

Meine Fragen:
– Lohnt sich Multisplit hier wirklich, wenn die Rohrleitungen lang und verwinkelt werden?
– Macht der schlechte Dämmstandard die Kühlleistungsberechnung deutlich schwieriger?
– Gibt es Hersteller, die für solche "schwierigen" Grundrisse besonders gut geeignet sind – also lange Leitungswege gut vertragen?

Bin kein Techniker, habe aber Lust mich einzulesen. Über konkrete Erfahrungen würde ich mich sehr freuen, gerade wenn jemand ähnliche Ausgangsbedingungen hatte.


2 Antworten
Markus89
Beiträge: 28
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab zwar ein Monoblock-Gerät und keinen Altbau, daher kann ich zur Multisplit-Planung nicht viel sagen. Aber zum Monoblock kurz aus eigener Erfahrung: Der Abluftschlauch ist wirklich eine Einschränkung, bei mir muss der immer aus dem Fenster und das kostet merklich Kühlleistung weil warme Luft nachströmt. Für drei Räume würde ich das ehrlich gesagt nicht empfehlen – du willst ja nicht dreimal einen Schlauch verlegen. Für deinen Fall klingt Multisplit deutlich sinnvoller, auch wenn der Aufwand bei der Rohrleitungsführung größer ist.


Antwort
MarcusHeld
Beiträge: 8
(@marcusheld)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Gute Frage, die Leitungslänge ist tatsächlich ein entscheidender Faktor den viele unterschätzen. Kurz zur Theorie: Die meisten Multisplit-Außengeräte verkraften Leitungslängen von 20-25m pro Innengerät problemlos, aber bei jedem Meter über 10m musst du mit einem Kältemittelnachfüllbedarf rechnen – das sollte der Installateur beim Erstbefüllen berücksichtigen. Bei einem verwunkelten Altbau-Grundriss kommt da einiges zusammen.

Zum Thema Hersteller: Ich hab selbst Mitsubishi Electric und Daikin im Betrieb, beide vertragen lange Leitungswege gut und die Dokumentation ist ordentlich. Beim Daikin gibts klare Angaben zu maximalen Leitungslängen und Höhenunterschieden im Installationshandbuch, das hilft enorm bei der Planung. Günstigere Marken sind da manchmal unpräziser in den Specs.

Zum Dämmstandard: Ja, ein schlecht gedämmter Altbau braucht deutlich mehr Kühlleistung als ein Neubau gleicher Fläche. Für dein Wohnzimmer mit Südausrichtung würde ich grob 120-150W/m² ansetzen statt der üblichen 80W – also eher Richtung 3,5 kW für den Raum allein. Ich hab dazu auch mal was im Inverter-Teillastbetrieb-Thread geschrieben, da gings zwar ums Büro aber die Grundprinzipien gelten genauso.


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