Moin zusammen,
ich betreibe hier im Homeoffice meine Split-Anlage mittlerweile vollautomatisiert über MQTT und ein kleines Dashboard – funktioniert super für die Energieoptimierung. Jetzt frage ich mich aber: Macht es Sinn, auch noch ein mobiles Monoblock-Gerät als Backup für einzelne Räume anzuschaffen, oder läuft man damit in die Falle mit unnötigen Stromkosten?
Mein Setup: Ich fahre die Innentemperatur per Smart-Home-Routine herunter (nachts 26°C, tagsüber 24°C während der Arbeit), und die Split-Anlage regelt sich selbst über den Inverter. Das funktioniert energetechnisch sehr sauber – der COP bleibt konstant im grünen Bereich.
Aber falls ich mal einen Gast-Raum oder das Schlafzimmer zusätzlich kühlen muss: Lohnt sich da so ein mobiles Gerät? Oder verschwende ich da nur Strom, weil die fehlende Anbindung an meine Automatisierung bedeutet, dass es doof rumsteht und lädt?
Kennt jemand mobile Geräte, die sich per App oder zumindest per schmalem API-Zugang steuern lassen – also wirklich integrierbar sind? Oder sollte ich lieber gleich einen zweiten Split-Innenraum installieren?
Danke für ehrliche Perspektiven!
Hast du schon geschaut, ob die ganzen LG und Midea Klimageräte inzwischen API-Zugang haben? Ich weiß von meinen Recherchen zu den Lautstärke-Tests, dass zumindest einige Hersteller an Cloud-Konnektivität dranarbeiten – aber ob du das lokal/per MQTT triggern kannst, ist fraglich. Die meisten brauchen immer noch das Hersteller-Cloud-Backend.
Für dein Setup würd ich ehrlich sagen: Lass die Finger weg von Monoblöcken. Split-Innengeräte sind günstiger als sie denken, und die Zweitleitung zum Außengerät ist auch nicht der Weltuntergang beim Verlegen.
Also aus meiner Erfahrung: Mobile Monoblock-Geräte ohne Smart-Integration sind einfach Stromverschleuderung im Dauerbetrieb. Die meisten haben On/Off-Kompressoren (keine Inverter-Modulation), das bedeutet ständige Taktverluste. Wenn du ständig regeln musst, statt es zu automatisieren, verschwinden da locker 15-20% der Effizienz.
Mein Tipp: Wenn es ein zusätzlicher fester Raum ist, lieber eine zweite Split-Außenanlage mit Multisplit-Verdichter. Du brauchst dann nur ein Außengerät für beide Innenräume – das reduziert Kompressor-Starts und du kannst beide über dein IoT-System orchestrieren.
Mobile Geräte sind wirklich nur gut für kurzfristige Lösungen (1-2 Wochen Besuch) – nicht für regelmäßigen Einsatz.
Interessante Frage! Aus meiner Sicht – und ich beschäftige mich ja intensiv mit Kältemitteln und deren Effizienz – ist der Kern des Problems bei mobilen Geräten nicht nur die Technik, sondern auch der Regelungsaspekt.
Wenn du R32-Split-Anlage hast, weiß deine Automatisierung genau, wie die Effizienz bei Teil- und Volllast läuft. Mobile Monoblöcke haben da einfach andere Druck-Temperatur-Charakteristiken, und ohne echte Meßdaten (kW-Eingang) kann dein System gar nicht optimieren.
Zusätzlich: Die meisten mobilen Geräte nutzen R410A oder ältere Kältemittel – da zahlst du also auch langfristig für schlechtere GWP-Werte. Wenn Backup-Kühlung wirklich nötig ist, würde ich wirklich zum Second-Split raten. Kostet upfront mehr, aber über 5-10 Jahre amortisiert sich das locker durch bessere Regelbarkeit und niedrigere SCOP-Werte.
Zu deinem IoT-Setup: Hast du überlegt, einen zusätzlichen Verdampfer per Modulating-Ventil zu ergänzen? Dann brauchst du kein neues Außengerät.