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No-Name Split vs. Markengerät: COP und Lautstärke wirklich messbar anders?

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Marcus B.
Beiträge: 22
Themenstarter
(@filterfan_1987)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#78]

Hallo zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten dabei, die Luftqualität in meinem Wohnzimmer systematisch zu dokumentieren – PM2.5-Werte vor und nach Filterwechseln, verschiedene HEPA-Kombinationen, das ganze Programm. Dabei frage ich mich inzwischen aber auch, ob das Grundgerät selbst – also die Klimaanlage an sich – einen wesentlichen Einfluss auf meine Messergebnisse hat oder ob das eher zweitrangig ist.

Konkret geht es mir um folgendes: Ich überlege, ob ich meine aktuelle Split-Anlage (ein eher unbekannter Hersteller aus dem Online-Handel) irgendwann gegen ein Markengerät tauschen würde. Was mich dabei interessiert: Gibt es bei COP und Lautstärke wirklich nennenswerte, messbare Unterschiede zwischen günstigen No-Name-Geräten und etablierten Marken wie Daikin, Mitsubishi oder Panasonic? Oder ist das vor allem Marketing?

Ich meine jetzt nicht die Filtereigenschaften – da weiß ich, dass ich mit Nachrüstfiltern viel erreichen kann. Mir geht's wirklich um den Kompressor, den tatsächlichen COP im Betrieb (nicht den aus dem Datenblatt) und eben die Lautstärke im Alltag. Gerade im Sommer läuft das Ding bei mir teilweise 8-10 Stunden am Tag, da fallen auch kleine Effizienzunterschiede ins Gewicht.

Hat jemand konkrete Vergleichserfahrungen gemacht, vielleicht sogar mit Strommessgerät oder Schallpegelmessung? Würde mich über ehrliche Einschätzungen freuen, nicht über Datenblatt-Zitate.


3 Antworten
Lena-Hoffmann
Beiträge: 24
(@lena-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das pragmatisch: Für Dauerbetrieb im Sommer würde ich nicht am falschen Ende sparen. Der Kompressor ist das Herzstück und da merkt man Qualitätsunterschiede erst nach 3-4 Jahren.


Antwort
Mia_K_1998
Beiträge: 28
(@mia_k_1998)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptischer als Markus. Der COP im Realbetrieb hängt so stark von der Aufstellung, der Rohrleitungslänge und der Außentemperatur ab, dass ein direkter Vergleich ohne identische Bedingungen fast nichts aussagt. Ich hab selbst mit meiner Anlage ein paar Fehlercodes gehabt und dabei gemerkt, dass die Diagnosetools bei No-Name-Geräten oft deutlich schlechter sind – da steht dann irgendein generischer Code drin und man weiß nicht weiter. Das ist vielleicht kein direktes COP-Argument, aber im Alltag macht das schon einen Unterschied.

Zur Lautstärke: Da würde ich den Marken schon mehr vertrauen, weil die Prüfnormen strenger eingehalten werden müssen wenn man EU-Förderungen anstrebt. Ob das dann im Schlafzimmer wirklich 3 dB weniger sind – keine Ahnung, hab kein Messgerät dafür. Mein Tip wäre einfach mal in einem Baumarkt direkt neben ein Ausstellungsgerät stehen und hören.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 29
(@kuehlerkopf21)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Frage – ich hab mich das auch gefragt als ich meine erste Split-Klima ausgesucht hab. Bin da erst mal komplett überfordert gewesen mit den ganzen SEER-Werten. Was ich inzwischen gelernt hab: Der COP auf dem Datenblatt sagt wirklich wenig über den Realbetrieb, da hast du völlig recht. Ich hab bei mir eine günstigere Marke (Inventor, kein echter No-Namer, aber auch keine der großen drei) und messe den Verbrauch mit einem einfachen Zwischenstecker-Messgerät. Im Vergleich zu den Datenblattangaben liegt der tatsächliche Verbrauch bei mir so 10-15% höher, was ich für akzeptabel halte.

Zur Lautstärke kann ich nur sagen: Mein Außengerät ist lauter als die 48 dB die angegeben waren, aber ich hab kein geeichtes Messgerät. Ich hatte übrigens mal bei den Druckproblemen im Kältemittelkreislauf geschaut (Druckprobleme im Kältemittelkreislauf – wie fange ich an?) – da stand auch einiges über Kompressorqualität. Mein Gefühl: für Dauerbetrieb 8-10h täglich würde ich persönlich zu einer etablierten Marke tendieren, allein wegen der Langlebigkeit des Kompressors.


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