Markus, ich hatte diesen Vergleich auch schon zu Hause – für meine aktuelle Daikin-Installation sammle ich ja detaillierte Betriebsdaten über MQTT. Die Herstellerangaben sind oft optimistisch gemessen nach EN 14511 unter Standard-Bedingungen. Bei echtem Teillastbetrieb sehe ich bei meinem Inverter-Gerät eine deutlich flachere Drosselung, während günstigere Modelle mehr In-Out-Zyklen fahren. Das kostet am Ende 10-20% mehr Strom im Juli. Bei der Lautstärke kann ich dir nur sagen: Mein altes Messnetzwerk hat ergeben, dass der angegebene Schallpegel oft um 2-3 dB unterschätzt wird. Im Forum gibt es einen alten Thread dazu – "Herstellerangaben Schallpegel Außengerät – wer lügt, wer hält's ein?" – schau dir das mal an. Für Nachbarschaftsfrieden würde ich hier nicht sparen wollen.
Gute Frage. Aus meinen praktischen Tests: Der COP-Unterschied ist real, aber kleiner als die Preisdifferenz. Eine No-Name 2,6-kW-Anlage kostet 1.200 €, eine Daikin 2.600 €. Der COP-Unterschied liegt eher bei 0,3-0,5 Punkte auf der gleichen Leistungsklasse – das sind etwa 10-15% Mehrverbrauch. Bei 200 € Stromkosten im Jahr sparst du mit dem teuren Gerät etwa 20-30 € jährlich. Dazu kommt: Die günstigen Kompressoren laufen oft in schlechteren Schaltzyklen und halten möglicherweise nur 8-10 Jahre statt 15. Das ist eher das echte Risiko als der COP.
Das ist eine wichtige Entscheidung! Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Bei der Hygiene und Wartung merke ich, dass teurere Modelle bessere Filterkonzepte haben. Die günstigen Geräte lassen sich schwerer reinigen, und das Schimmelrisiko ist höher. Das könnte langfristig ein Problem für deine Raumluft sein, nicht nur für die Lebensdauer der Anlage. Wenn du selbst installierst, spar lieber beim Handwerk als beim Gerät – das ist meine Philosophie.