Moin zusammen,
ich betreue mehrere Split-Anlagen bei Kunden und bin gerade auf ein Problem gestoßen: Ein Hersteller (nennen wir ihn X) stellt seine Cloud-Infrastruktur in absehbarer Zeit ein. Die betroffenen Geräte haben WLAN-Module verbaut, die aber komplett cloud-abhängig sind – ohne die App geht praktisch nichts mehr.
Ich frage mich: Haben diese Geräte noch eine Fallback-Lösung? Kann man lokal übers WLAN steuern, wenn der Cloud-Server weg ist? Oder bleibt dann nur die IR-Fernbedienung?
Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Systemen (Daikin, Mitsubishi, auch günstigere Modelle) kenne ich da unterschiedliche Ansätze. Manche Hersteller bauen wenigstens lokale API-Schnittstellen ein, andere nicht.
Hat hier jemand konkrete Erfahrung damit gemacht, wie man solche Geräte nach Cloud-Abschaltung noch in den Griff bekommt? Geht MQTT da irgendwie? Oder muss ich meinen Kunden einfach empfehlen, auf andere Hersteller zu wechseln?
Danke für praktische Tipps!
Thomas,
du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Bei meinen Wartungsarbeiten erlebe ich das immer wieder: Geräte, die ohne Cloud buchstäblich lahm liegen. Das Problem ist meist architektonisch – die Firmware prüft erst Cloud-Verbindung, bevor lokale Befehle akzeptiert werden.
Was ich in der Praxis sehe: Nur wenige Hersteller implementieren echte lokale APIs. Daikin hat da teilweise was, aber es ist oft halbherzig. Bei Standard-No-Name-Geräten vergiss es.
Mein Tipp: IR-Blaster nachträglich einbauen oder auf Geräte mit lokalem Web-Interface achten. Manche haben auch noch einen Debug-Port – aber das ist echte Bastlerei. Für deine Kunden würde ich ehrlich sagen: Wenn der Hersteller die Cloud einstellt und keine lokale Fallback-Lösung hat, sollte bei Neuanschaffung ein anderer Hersteller gewählt werden. Die paar Euro Mehrkosten sparen sich später.
Aus meiner Erfahrung: Gute Geräte denken voraus.