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COP-Wert im Realbetrieb messen – wie geht ihr das an?

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Markus B.
Beiträge: 18
Themenstarter
(@kuehlprofi_73)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#42]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiver mit dem tatsächlichen COP meiner beiden Split-Anlagen im laufenden Betrieb. Auf dem Papier klingt ein COP von 4,5 super, aber ich frage mich schon länger, wie weit das in der Realität – gerade jetzt im Hochsommer bei 35°C Außentemperatur – noch stimmt.

Ich habe inzwischen Stromzähler (Shelly EM) an beiden Außengeräten und erfasse die Leistungsaufnahme minutengenau über Home Assistant. Was mir fehlt, ist die sauber erfasste Kühlleistung auf der anderen Seite. Ohne die komme ich ja nicht auf einen realen COP.

Meine Frage: Wie messt ihr das? Ich habe überlegt, ob man mit Temperatursensoren am Luftein- und -auslass sowie der Luftmenge eine annähernd verlässliche Abschätzung hinbekommt. Aber bei Inverter-Geräten, die ständig die Drehzahl des Ventilators variieren, scheint mir das ziemlich fehleranfällig.

Gibt es vielleicht auch Möglichkeiten, über die serielle Schnittstelle (z.B. CN105 bei Mitsubishi) an Daten zu kommen, die das Gerät selbst schon intern berechnet? Ich nutze ESPHome und hätte da theoretisch eine Brücke.

Würde mich freuen wenn jemand eigene Erfahrungen hat – gerade in den Sommerphasen wo die Anlagen am meisten arbeiten ist das doch der interessanteste Zeitpunkt für sowas.


1 Antwort
Horst K.
Beiträge: 24
(@horst_k_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Interessanter Ansatz, den du da verfolgst! Ich bin zwar kein Messtechnik-Profi, aber das Thema lässt mich auch nicht los. Was mich bei meiner eigenen Anlage immer beschäftigt ist ja, wie viel der theoretische COP-Wert mit dem echten Betrieb noch zu tun hat – gerade weil ja auch das Kältemittel eine Rolle spielt. Ich hab eine ältere Anlage mit R410A und überlege schon länger ob sich da mal ein Umbau lohnen würde, weil das GWP von R410A ja wirklich nicht mehr zeitgemäß ist.

Zur deiner eigentlichen Frage: Der Ansatz über CN105 klingt vielversprechend, soweit ich das aus anderen Threads verstanden habe liefert der bei Mitsubishi tatsächlich interne Betriebsdaten. Ob da auch was Richtung Kühlleistung dabei ist weiß ich nicht genau, aber ESPHome-Nutzer haben da sicher schon Erfahrungen gesammelt.

Der Luftmengen-Ansatz mit Temperatursensoren halte ich persönlich auch für schwierig, schon allein weil die Strömungsverhältnisse am Auslass sehr ungleichmäßig sind. Da schleicht sich schnell ein größerer Fehler ein als einem lieb ist.


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