Hey Leute, ich kämpfe gerade mit meinem mobilen Klimagerät und überlege ob ich endlich auf eine Split-Anlage umsteige. Aber erstmal meine eigentliche Frage: Ich habe gelesen, dass der Abluftschlauch bei mobilen Geräten ein echter Stromfresser ist – aber wie groß ist der Unterschied eigentlich wirklich?
Mein Setup: Das Gerät läuft in meinem Arbeitszimmer, ca. 18qm, Südausrichtung, ich sitze tagsüber voll drin beim Arbeiten. Der Schlauch geht durch ein gekipptes Fenster raus, also nicht perfekt abgedichtet. Gefühlt kühlt das Zimmer trotzdem irgendwie... aber eben nur so mittelgut.
Ich hab mal grob ausgerechnet was mich das Ding im Monat kostet und war erschrocken. Stromzähler zeigt dass das Gerät locker 1,2-1,4 kW zieht wenn es läuft, und im Juli läuft es quasi durch.
Jetzt meine Fragen: Wie viel Strom spart ein ordentlich abgedichteter Schlauch wirklich ein? Und macht der Einsatz überhaupt noch Sinn oder sollte ich lieber jetzt in eine richtige Split-Klima investieren? Gibt es Faustformeln wie viel Warmluft so ein undichter Schlauchübergang ins Zimmer zurückbläst?
Für Fehlercodes hab ich schon separat geschaut, aber den Verbrauch versteh ich ehrlich gesagt noch nicht ganz. Danke schonmal!
Das kenne ich – hab mein Monoblock-Gerät auch lange mit schlecht abgedichtetem Schlauch betrieben und mich gewundert warum das Zimmer nie wirklich kühl wurde. Das Problem ist nicht nur der Wärmeeintrag durchs Fenster, sondern auch dass das Gerät permanent Raumluft nach außen bläst und dadurch Warmluft von anderswo nachströmt – quasi ein Dauerwind an Wärme rein.
Eine vernünftige Abdichtung (ich hab einfach Schaumstoffstreifen und eine Fensterabdeckplatte genommen) hat bei mir spürbar was gebracht. Der Verbrauch hat sich zwar nur um vielleicht 10-15% reduziert, aber das Kühlgefühl war deutlich besser.
Ehrlich gesagt bin ich trotzdem der Meinung dass mobile Geräte grundsätzlich ineffizient sind – hab das auch schon im Thread über günstige mobile Klimaanlagen diskutiert. Wenn du eh ans Wechseln denkst und das Arbeitszimmer täglich nutzt, würde ich die Split-Variante ernsthaft durchrechnen. Der Unterschied im Wirkungsgrad ist massiv.
Kurz zur Physik dahinter: Das Grundproblem ist, dass ein mobiles Gerät einseitig arbeitet – Innengerät und Außeneinheit sind in einem Gehäuse, d.h. die Abwärme des Kompressors bleibt zum Teil im Raum. Der Schlauch bläst zwar die heiße Luft raus, aber das Gerät selbst strahlt schon Wärme ab.
Bei einer undichten Fensterdurchführung kommt dann oben drauf noch: Warme Außenluft strömt nach, weil durch den Schlauch permanent Luft aus dem Raum gesaugt wird. Das Gerät kühlt also gegen einen ständigen Warmluft-Nachstrom an – und das kostet richtig Strom.
Faustformel gibt es keine wirklich verlässliche, weil es stark davon abhängt wie groß der Spalt ist und wie heiß es draußen ist. Aber ich hab selbst gemessen: Mit ordentlicher Abdichtung (Fensterplatte + Schlauchmanschette) lief mein System im Smart-Home-Monitoring durchschnittlich 12% kürzer bei gleichem Kühlziel. Ob sich das für dein Arbeitszimmer rechnet, hängt natürlich vom Strompreis ab.
Für dauerhaften Einsatz täglich würde ich aber ehrlich gesagt auch zur Split-Klima raten – die SEER-Werte sind einfach nicht vergleichbar.
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Kurze Ergänzung noch: Der Schlauch selbst leitet auch Wärme zurück in den Raum wenn er nicht isoliert ist. Hab das bei Temperaturmessungen an verschiedenen Stellen meiner Leitungen festgestellt – Oberflächen die warm sind geben Wärme ab, auch innen. Bei kurzen Schlauchlängen ist das überschaubar, aber ignorieren würd ichs nicht.
Also ich sag's direkt: Mobile Teile sind Stromverschwender, Punkt. Der Abluftschlauch ist dabei nur ein Teil des Problems, der Wirkungsgrad dieser Geräte ist bauartbedingt mies. Abdichten hilft ein bisschen, aber du kurierst damit Symptome.
Wenn du jeden Tag im Arbeitszimmer arbeitest, rechne mal durch was ne günstige Split-Anlage kostet vs. was du jährlich mit dem Mobilteil verbrätst. Nach zwei Sommern hat sich das oft schon amortisiert, gerade wenn du bei 1,3 kW Dauerverbrauch redest. Für die Installation brauchst du nicht zwingend den teuersten Fachbetrieb, aber ein Kältemitteltechniker muss den Anschluss machen – das ist Pflicht und kein optionaler Tipp.